Lebenslinien Dr. Rosi und ihre Kinder
Roswitha wuchs als behütete Tochter auf, deren Leben vorgezeichnet zu sein schien, zur tatkräftigen, alleinstehenden, berufstätigen Frau, die in der Mitte des Lebens die mutige Entscheidung trifft, zwei Kinder in der Ferne zu adoptieren, um schließlich Mutter eines ganzen Kinderdorfs zu werden.
Immer schon wollte Roswitha S., Psychologin bei der Caritas, eine eigene kleine Familie haben. Mit knapp fünfzig Jahren beschließt sie, ihrem Leben eine neue Wende zu geben. Sie fliegt nach Nepal, um dort ein Waisenkind zu adoptieren. Es dauert Monate, bis Roswitha die achtjährige Anuradha als ihr eigenes Kind in die Arme schließen und mit nach Hause nehmen kann.
Filminfo
Originalitel: Dr. Rosi und ihre Kinder (D, 2011)
Regie: Carolin Goldie
Länge: 45 Min.
In den langen Wochen des Wartens in Kathmandu lernt sie auch den zwölfjährigen Dhan Krishna kennen, ebenfalls Waise und in demselben Kinderheim in Kathmandu lebend wie Anuradha. Drei Jahre später holt Roswitha auch ihn in ihre Kleinfamilie nach München. Das gemeinsame Leben mit den beiden adoptierten Kindern gelingt. Roswitha arbeitet bald als freie Therapeutin, um mehr Zeit für ihre Familie zu haben, und sie schmiedet neue Pläne.
Ein Kinderdorf im ländlichen Nepal will sie aufbauen, um dort älteren Waisenkindern ein Zuhause im eigenen Land zu geben. Ihre Adoptivkinder Anuradha und Dhan Krishna wollen ihr dabei helfen. Das Grundstück konnte bereits von Spendengeldern gekauft und ein Zaun gezogen werden. Bald schon sollen die ersten Häuser stehen.

Wetter


