Bayerisches Fernsehen - Lebenslinien

Lebenslinien Die Kinder meines Lebens

Der Unfalltod ihres Sohnes überschattet das Leben der Bäuerin und Erzieherin. Elisabeth kann nicht aufhören zu trauern, doch ihre Arbeit als Pflegemutter hilft ihr, besser mit dem Tod ihres Erstgeborenen klarzukommen.

Stand: 27.09.2011
Lebenslinien: Die Kinder meines Lebens | Bild: BR/Kaspar-Film

Elisabeth ist 26 Jahre alt und hat gerade ihr zweites Kind bekommen. Ihr Erstgeborener, Florian, kann seit kurzem laufen. Sekunden der Unaufmerksamkeit: Elisabeth merkt nicht, dass der Bub aus ihrem Blickfeld verschwunden ist. Florian ertrinkt in dem 15 Zentimeter tiefen Bach hinter dem Haus.

Filminfo

Originalitel: Die Kinder meines Lebens (D, 2011)
Regie: Kirsten Esch
Länge: 45 Min.

Quälende Selbstvorwürfe beherrschen fortan das Leben der jungen Bäuerin. Sie kann nicht aufhören zu trauern. Auch nicht, als sie und ihr Mann Michel zwei weitere Kinder bekommen. Elisabeth funktioniert - als Mutter und Ehefrau -, aber Normalität gibt es nur noch für die anderen.

Eine Arbeit außerhalb, glaubt sie, könnte ihr helfen. Aber als Bäuerin ist sie an den Einödhof im Allgäu gebunden. Weil sie ausgebildete Erzieherin ist, bietet sie sich dem Jugendamt als Pflegemutter an. Sie hat in den letzten 25 Jahren 35 Kindern, meist aus schwierigen Verhältnissen, in dem großen Bauernhof ein Zuhause gegeben - und damit auch sich und ihrer Familie geholfen. Ein kunterbuntes, fröhliches Leben beherrscht heute Elisabeths Haus. Doch sobald es still wird, kommen die Gedanken an ihren ersten Sohn zurück.