Guter Mond... Vollmondbier & Sternengucker
Was macht der Vollmond mit den Menschen? Oder besser gesagt: Was machen die Menschen bei Vollmond? Die einen brauen Bier. Die anderen ärgern sich, weil der Mond den restlichen Nachthimmel so erhellt, dass kein anderer Stern mehr zu sehen ist…
laVita-Moderator Tobias Ranzinger macht sich auf den Weg ins Allgäu, denn hier entsteht immer bei Vollmond etwas ganz Spezielles: Vollmondbier.
Die Brauerei Zötler ist ein uralter Familienbetrieb: Seit 1447, also seit 20 Generationen, wird hier Bier gebraut und abgefüllt. Seit 14 Jahren herrscht im Brauhaus in Rettenberg auch nachts Betrieb – alle 28 Tage, bei Vollmond. Dann wird im Mondenschein das Vollmondbier angesetzt. Der jetzige Chef, Herbert Zötler, kam auf diese Idee.
Doch was soll am Vollmondbier anders sein? Da das Bier vor allem aus Wasser besteht und der Mond nachweislich Einfluss auf dieses Element hat, wird auch das Bier anders - sind sich zumindest die Zötlers sicher. Außerdem ist das Bier immer besonders frisch, denn es werden in dieser einen Nacht ja „nur“ 10.000 Flaschen hergestellt.
Fünf Wochen muss das Bier dann im extrem kalten Kellergewölbe der Brauerei lagern, bevor es getrunken werden kann. Milder, sei es – und deswegen besonders bei der Frauenwelt sehr beliebt. Aber auch der Moderator darf das Bier kosten. Und nicht nur das: Er darf auch beim Brauen dabei sein.
Hobby: Sternengucker
Einen ganz anderen Bezug zum Nachthimmel hat Stathis Kafalis: Er liebt es, sich den Sternenhimmel genauer zu betrachten – durch sein selbstgebautes Teleskop. Tobias Ranzinger trifft ihn in der Münchner Volkssternwarte und erfährt, dass der Hobby-Astronom überhaupt kein Vollmond-Fan ist – wie übrigens viele andere Sternengucker auch.
Der Grund: Zum einen sei es nicht besonders spannend, den Vollmond zu betrachten, denn außer einigen Kratern hätte der nichts zu bieten. Zum anderen scheint der Mond aber so hell, dass man sonst vom restlichen Nachthimmel kaum mehr etwas erkennen kann.
Nach einem Blick durch das selbstgebaute Teleskop ist die Neugier des Moderators geweckt: Wie kann man solch ein Gerät selber bauen? Stathis Kafalis führt Tobias Ranzinger in die Werkstätten der Sternwarte: Hier kann man - gegen einen kleinen Vereinsbeitrag - Räume und Geräte nutzen. Zu diesem außergewöhnlichen Hobby kam der Sternengucker eigentlich schon als Kind: Schon damals war er fasziniert vom Weltall, erzählt der Ingenieur, während er an einem weiteren Teleskop arbeitet.
Die höchste Sternwarte Deutschlands
Schließlich fährt Tobias Ranzinger noch zur höchsten Sternwarte Deutschlands: Im Observatorium auf dem Wendelstein trifft er den Astrophysiker Arno Riffeser. Der hat sein Hobby zum Beruf gemacht, wie er betont.
Riffesers besonderes Steckenpferd sind die „schwarzen Löcher“ – eine besonders mystische Komponente des Weltalls. Der Moderator zeigt sich beeindruckt von dem riesigen neuen Teleskop, das kürzlich auf den Berg hinauf geschafft wurde und der sonstigen Ausstattung der Wendelstein-Sternwarte, die rund um die Uhr besetzt ist.

Wetter









