Bayerisches Fernsehen - laVita

Brettl bauen Skier Marke Eigenbau

Bunt geht es zu auf den Pisten Bayerns: Skier scheint es wirklich in allen Farben und Formen zu geben. Und trotzdem handelt es sich dabei um Massenware – häufig gefertigt in China. Doch es geht auch anders: Seine Brettl kann man sich auch selber machen…

Stand: 05.02.2012
Skier selber bauen mit den Skiwuiderern | Bild: BR

Wie bekommt man Skier, die sich von der Massenware abheben? Skier, die genau zum eigenen Fahrstil und zur Körpergröße passen? Und die auch noch ein ganz eigenes Design haben? Diese „Brettl“ macht man sie sich am besten selber!

Mit Bären auf der Piste

Ein Bär grüßt von Helmut Feldmeiers Skiern

Selbstgemachte Ski, an dieses Projekt will sich auch laVita-Moderator Tobias Ranzinger heranwagen. Die richtige Adresse dafür erfährt er von Helmut Feldmeier: Den trifft er auf der Skipiste – und dabei fällt er nicht nur durch einen guten Fahrstil, sondern auch durch seine ganz besonderen „Brettln“ auf: Auf ihnen prangt ein großer Braunbär. Das Design hat er selbst entworfen – und die Skier dazu auch gleich selbst gemacht, beim Skibaukurs in Bad Aibling.

Zu den „Skiwuiderern“

Marcus und Michaela Räpple machen zusemman mit Tobias Ranzinger laVita-Skier

Genau dorthin fährt Tobias Ranzinger dann auch – zu den „Skiwuiderern“ Marcus und Michaela Räpple. Die beiden Münchner sind zwei von insgesamt vier „ski-narrischen“ jungen Leuten, die nicht nur Skier nach Wunsch gestalten, sondern die Skifahrer beim Selberbauen anweisen. Für den Moderator haben sie schon ein ganz besonderes Motiv vorbereitet. Und so kann es auch gleich an die Arbeit gehen…

Selbstentworfen – ganz individuell

Es ist ein langer Weg - bis die Skier fertig sind

Während gesägt, gefeilt und gefräst wird, erzählen Michaela und Marcus, woher sie das eigentlich können – das Skibauen. „Learning by doing“ sei das vor allem gewesen – gepaart mit ein wenig Internetrecherche, wo man doch recht genaue Anleitungen auf Webseiten aus den USA finden kann. Und dann hätte man eben getüftelt – und auch von den Werkzeugen vieles selbstentworfen und gebaut. Die Ergebnisse können sich jedenfalls sehen lassen. Neben den sehr individuellen Designs sind die Skier auch in ihrer Form extrem unterschiedlich: Bei den „Skiwuiderern“ entstehen breite oder schmale Ski in verschiedensten Längen und Taillierungen.

Ein Holzkern vom Schreiner

Alois Sedlmaier fertigt die Holzkerne für die Skier

Eine Komponente der Skiwuiderer-Skier entsteht allerdings nicht in den Werkstätten in Bad Aibling: der Holzkern. Den fertigt Alois Sedlmaier für sie an. Und der ist nicht nur Schreiner, sondern auch ein Tüftler: Er freut sich über jeden ausgefallenen Auftrag, baut nicht nur Bauernstuben sondern auch Bühnenbilder – und jetzt eben auch Skikerne. Ihn besucht Tobias Ranzinger in Bruckmühl. Gefreut habe er sich, als die „Skiwuiderer“ auf ihn zukamen und ihn nach den Holzkernen für die Skier fragten – und das, obwohl das auch für den Schreiner völliges Neuland war. Mittlerweile hat Alois Sedlmaier allerdings den Bogen raus – und liefert die massiven Holzkerne in bester Qualität.

Ab auf die Piste!

Ab auf die Piste - mit den laVita-Skiern

Und dann ist es soweit: Tobias Ranzingers Ski sind fertig. Und mit seinen nagelneuen laVita-Skiern traut er sich dann auch auf die Piste – obwohl er nicht der geübteste Fahrer ist. Doch auch daran haben Marcus und Michaela gedacht und mit ihm gleich ein paar „Allmountain-Carver-Ski“ gebaut.