Der Last-Minute-Wähler Überraschender Wahlausgang in Niedersachsen
Die FDP ist wieder auferstanden. 9,9 Prozent. Das hat keine Umfrage vorausgesagt. Kein Wunder - viele Wähler haben sich erst im letzten Moment entschieden. Und taktisch gewählt. Was heißt das für die Parteien und die nächsten Wahlen?
Was für eine Wahlnacht! Erst kurz vor Mitternacht ist klar: Rot-Grün schafft den Machtwechsel, mit dem hauchdünnen Vorsprung von einer Stimme Mehrheit im Parlament. Schwarz-Gelb ist abgewählt. Obwohl die FDP mit 9,9 Prozent ein überraschend starkes Ergebnis einfährt. Das hatte niemand erwartet - und niemand vorausgesagt. Aber der Wähler hat alle verblüfft: Er hat sich erst im letzten Moment entschieden. Viele, die Schwarz-Gelb stützen wollten, haben aus taktischen Gründen FDP gewählt. Und gleichzeitig die CDU geschwächt. Jetzt ist eine Diskussion über Leihstimmen und Lagerwahlkampf entbrannt. Welche Lehren ziehen die Parteien aus der Niedersachsen-Wahl? Was bedeutet es für den Wahlkampf im Bund und in Bayern? Kontrovers über den unkalkulierbaren Last-Minute-Wähler und die Aufregung, für die er sorgt.

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