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Komödie To Rome With Love

Bekanntlich führen ja alle Wege nach Rom - und nun ist auch Woody Allen in der Ewigen Stadt angekommen. In seiner neuen Komödie stürzen sich die Protagonisten in haarsträubende (Liebes-)Abenteuer. Neben Penélope Cruz und Alec Baldwin steht diesmal auch Allen selbst vor der Kamera.

Von: Margret Köhler Stand: 22.08.2012

Vier Liebesepisoden in der ewigen Stadt. Eine junge Amerikanerin fragt einen charmanten Römer nach dem Weg, und schon bricht die Liebe aus. Als sich ihre Eltern den italienischen Herzbuben anschauen wollen, entdeckt der US-Oldie im zukünftigen Schwiegervater seiner Tochter ein Gesangstalent, das er unbedingt auf die Bühne bringen will, auch wenn der nur unter der Dusche zur Hochform aufläuft. 

Woody Allen nach sechsjähriger Pause wieder vor der Kamera als schrulliger Opernregisseur mit den krudesten Ideen gefällt sich wie immer mit trockenem Humor und Hypochondrie. Er wird aber fast noch getoppt von der spitzzüngigen Judy Davis als Frau an seiner Seite, die den unfreiwilligen Rentner immer wieder auf den Boden  der Tatsachen holt. 

Irrungen und Wirrungen

Filminfo

Originaltitel: To Rome With Love (Italien/USA, 2012)
Regie: Woody Allen
Darsteller: Woody Allen, Alec Baldwin, Roberto Benigni, Penélope Cruz, Judy Davis
Länge: 112 Min.
Kinostart: 30. August 2012

Alec Baldwin versucht derweilen als imaginärer Stararchitekt, den Seitensprung eines harmlosen Architekturstudenten zu vereiteln, der sich von weiblichen Reizen und Geplapper blenden lässt. Und Roberto Benigni gerät als Medienclown vor die Linse von Paparazzi und reineweg aus dem Häuschen und setzt trunken vor falscher Berühmtheit fast seine Ehe aufs Spiel. Ganz nebenbei gehen die Flitterwochen eines schlichten Provinzpärchens den Tiber runter, als er sich mit einer umtriebigen Liebesdame im Bett wiederfindet und die frisch Angetraute heftigst mit einem Filmstar flirtet.

Die Höhen und Tiefen der Liebe

Alle Wege führen nach Rom. Auch der von Woody Allen. Nach London, Barcelona und Paris zieht es ihn in die italienische Metropole – im Gepäck eine hochkarätige Besetzung, darunter auch Penélope Cruz als stadtbekanntes Callgirl. Und weil die Stadt so vielfältig ist und alle einen Part haben müssen, konzentriert er sich nicht auf einen stringenten Plot, sondern erzählt mehrere Geschichten gleichzeitig, die eines verbindet: die Liebe mit Höhen und Tiefen, Lügen und Halbwahrheiten, Verführung als höchste Kunst und die Jagd nach Bewunderung.

Ein Hauch von mediterraner Lebenslust

Jedes Klischee, vom heißblütigen Südländer bis zur treuherzigen Mama, wird gepflegt. Manche Szenen sprühen vor Witz und Ironie, bei anderen wirken die Scherze etwas bräsig und angestaubt, wie auch die liebenswerten Menschen im Bilderbuch-Ambiente. Kameramann Darius Khondji fotografiert die ewige Stadt von ihrer besten Seite, wuchtige Kunstmonumente und pittoreske Gassen - da kann der Liebes- und Untreuereigen nur schön aussehen.

Wenn ein hier etwas tütteliger Allen Bonmots abfeuert, Evergreens wie "Volare" und sonstige italienische Schnulzen geschmettert werden, dann macht sich wonnige Wohligkeit breit, fühlt wohl der ernsthafteste Zeitgenosse trotz Klamauk und alberner Momente einen leichten Hauch von mediterraner Lebenslust. Woody Allen macht keinen schlechten Film, aber auch nicht immer einen besonders guten.


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