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Science-Fiction-Spektakel Star Wars: Episode 1 - Die dunkle Bedrohung 3D

Wiederaufführung des 1999 erstmals veröffentlichten, vierten Films der erfolgreichen Science-Fiction-Kinoserie von George Lucas, diesmal in 3D.

Autor: Wolfgang Zehentmeier Stand: 07.02.2012
Star Wars - Episode I 3D - Filmszene | Bild: Fox

George Lucas, der Vater der Star-Wars-Saga, war einer der ersten in Hollywood, der die Markt-Macht des Marketings erkannte. Sein Star-Wars-Imperium beruht auf immer neuer Vermarktung der Sta-Wars-Filme. Mit "Star Wars 3D" versucht er jetzt erneut, im Kino Kasse zu machen. Doch diesmal enttäuscht der sonst so umtriebige Lucas seine Fans.

Mogelpackung

Hier hätten sich neue 3D-Szenen angeboten. Doch die bleibt George Lucas den Fans schuldig.

"Episode I - Die dunkle Bedrohung" kam 1999 ins Kino. Von 3D war damals nicht die Rede. Im Mittelpunkt standen die neuen Möglichkeiten der Computeranimation, die dem Star-Wars-Universum zu einen wesentlich realistischeren Aussehen verhalfen. "Star Wars 3D" nimmt genau dieses 2D-Material und rechnet es um in 3D - das war’s schon. Das Ergebnis ist eine 3D-Mogelpackung. Denn man merkt an allen Ecken und Enden, dass dieser Film nicht für 3D konzipiert wurde.

Filminfo

Originaltitel: Star Wars 3D: Episode 1 - The Phantom Menace (USA, 2012)
Regie: George Lucas
Darsteller: Liam Neeson, Ewan McGregor, Natalie Portman
Länge: 133 Min.
FSK: ab 6 Jahre
Kinostart: 09. Februar 2012

Großformatige Weitwinkelaufnahmen aus der Galaxis und Landschaftsaufnahmen fremder Planeten sind nun mal nicht ideal für einen 3D-Effekt. Doch genau da hätte man sich mehr von George Lucas erwartet: Denn das Weltall ist eigentlich ideal für schwerelose 3D-Schwenks, für Raumschiffe, die aus der Leinwand rasen und Laserblitzen, die auf die Zuschauer zufliegen. Doch neue Szenen, die dieses 3D-Gefühl vermitteln, fehlen. Es bleibt beim etwas plastisch aufgepeppten 2D-Film.

Dem Zuschauer zu viel schuldig geblieben

Ein Diener der dunklen Seite der Macht: der Sith-Lord Darth Maul

Das ist schade. Denn die Effekte hätten problemlos in die bekannte Geschichte der Jedi-Ritter, die den friedlichen Planeten Naboo aus dem Würgegriff der bösen Handelsföderation befreien, gepasst. Gleich ob das die Kampfszenen der Jedi gegen die Roboterarmee sind oder die Szene, in denen Qui-Gon Jinn und Jar Jar Binks von einem Hoover-Panzer überrollt werden. Auch die Unterwasserreise durch den Planeten Naboo oder der Showdown im Weltraum hätten sich für richtig gute 3D-Effekte angeboten. Hier hätte Lucas in 3D nachdrehen müssen. Doch das bleibt der "Star Wars 3D" dem Zuschauer schuldig.

Nur für Star-Wars-Komplettisten wirklich interessant

Auf der großen Kinoleinwand immer noch spektakulär: das Lichtschwertduell der Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi gegen Darth Maul

So ist der Film nichts als eine Kino-Wiederholung mit wenig spektakulären 3D-Effekten, 13 Jahre nachdem das Abenteuer schon mal in den Kinos war. Deswegen rechnet sich der Kinobesuch auch nur für diejenigen, die vor 13 Jahren noch zu jung waren, sich "Star Wars" im Kino anzuschauen, oder diejenigen, die den Film einfach mal wieder auf der großen Leinwand sehen wollen. Das aber lohnt sich nach wie vor: Das richtige Star-Wars-Erlebnis stellt sich eben nur im Kino ein - egal ob 2D oder 3D.