Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und Dr. Watson (Jude Law) müssen dem Schurken Prof. Moriarty das Handwerk legen.
Actionkomödie Sherlock Holmes - Spiel im Schatten
Im zweiten Sherlock-Holmes-Abenteuer mit Robert Downey Jr. und Jude Law bekommt es der Meisterdetektiv mit dem größenwahnsinnigen Professor Moriarty zu tun. Wie gewohnt entfesselt Regisseur Guy Ritchie eine aufwendige Materialschlacht, die trotz des düsteren Looks vor allem als Parodie funktioniert.
Dr. Watson (Jude Law) plant die Hochzeit mit seiner Verlobten Mary (Kelly Reilly). Sein Freund, der Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.), hat dafür nur wenig Verständnis. Entsprechend kann der überzeugte Junggeselle seine Freude kaum verbergen, als er erfährt, dass der Universitätsprofessor Moriarty (Jared Harris) einen perfiden Plan ausgeheckt hat, um die Welt ins Chaos zu stürzen.
Und so muss Watson seine Flitterwochen abbrechen und sich mit Holmes in ein neues Abenteuer stürzen, das sie von London über Frankreich und Deutschland bis in die Schweizer Alpen führt, wo es zu einem dramatischen Showdown kommt.
Variation des ersten Sherlock Holmes-Films
Filminfo
Originaltitel: Sherlock Holmes: A Game of Shadows (USA, 2011)
Regie: Guy Ritchie
Darsteller: Robert Downey jr., Jude Law, Noomi Rapace
Länge: 128 Min.
FSK: ab 12 Jahre
Kinostart: 22. Dezember 2011
Mit seinem ersten Sherlock-Holmes-Film von 2009 gelang dem Briten Guy Ritchie ("Bube Dame König grAs") ein veritabler Kassenerfolg. Da lag es nahe, bei der Fortsetzung möglichst wenig an der Erfolgsformel zu ändern. Tatsächlich wirkt das neue, an Arthur Conan Doyles 1893 veröffentlichte Kurzgeschichte "Sein letzter Fall" angelehnte Abenteuer in vieler Beziehung wie eine Variation des Vorgängerfilms, der sich an der Umdeutung der Holmes-Figur zum Actionhelden und an einer respektlosen Parodie des Genres versuchte.
Stars, viel Prügel, überladene Decors
Und so prügeln sich Robert Downey Jr. und Jude Law als bekanntestes Ermittlerpaar des Viktorianischen Zeitalters wieder quer durch Europa und beharken sich dabei wie ein altes Ehepaar. Zur Seite stehen ihnen die schwedische Schauspielerin Noomi Rapace ("Verblendung"), die in ihrem Hollywood-Debüt eine mysteriöse Zigeunerin spielt, und Stephen Fry als Holmes' blasierter Bruder Mycroft. Den diabolischen Widersacher Moriarty gibt Jared Harris mit viel Understatement. Kameramann Philippe Rousselot fotografiert das Europa des Fin de siècle in düsteren, von Farben entsättigten Bilder. Die Ausstattung ist ähnlich barock überladen wie im ersten Teil, die Bildsprache auch diesmal der gotischen Schauerromantik verpflichtet. Selbst Komponist Hans Zimmer variiert überwiegend die oscarnominierten Musikthemen aus der Filmmusik des ersten Teils.
Überdrehter Comic-Strip mit Gothic-Einschlag
Doch im Gegensatz zu Ritchies erstem Streich hält sich der neue Film sehr lange mit Vorgeplänkel auf. Beinahe eine Stunde dauert es, bis "Sherlock Holmes – Spiel im Schatten" Fahrt aufnimmt. Eine furios inszenierte Hetzjagd durch einen Wald, während der die Helden unter Artilleriebeschuss gesetzt werden, zählt zu den Höhepunkten der Materialschlacht. So ist "Sherlock Holmes – Spiel im Schatten" alles in allem ein weitgehend sinnfreies Spektakel, das sich ganz in Oberflächenreizen erschöpft; ein überdrehter Comic-Strip mit Gothic-Einschlag. Wem aber der erste Teil gefallen hat, der wird wohl auch hier seinen Spaß haben.

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