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Komödie Jeff, der noch zu Hause lebt

Ein ewiger Nesthocker findet an einem chaotisch-turbulenten Tag endlich seine Bestimmung im Leben. Sympathische Independent-Komödie mit Jason Segel und Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon in den Hauptrollen.

Von: Margret Köhler Stand: 26.07.2012
Jeff, der noch zu Hause lebt - Filmszene | Bild: 2010 Paramount Pictures. All Rights Reserved.

Jeff ist 30, lebt zufrieden im Souterrain von  Hotel Mama und deutet am liebsten Symbole, um die eigene Bestimmung und eine Orientierungshilfe zu finden. Zudem kann Jeff nicht genug von seinem Lieblingsfilm "Signs - Zeichen" von M. Night Shyalaman kriegen. Damit ist er ständig beschäftigt, sehr zum Missfallen der Mutter, die vergeblich versucht, dem faulen und kiffenden Sohnemann auf die Sprünge zu helfen. Selbst Einkaufen stellt fürJeff eine große Hürde da.

Ein Nesthocker findet seinen Weg

Jeff (Jason Segel, l.) und sein Bruder erleben einen turbulenten Tag, der vor allem Jeff in aller Gänze wachrüttelt.

Als nun eines Morgens ein unbekannter Anrufer nach einem Kevin fragt, den es in Jeffs Umfeld nicht gibt, erkennt er darin blitzschnell den Wink des Schicksals. Der dramatische Tag entwickelt sich zur Suche nach dem, was hinter dem Symbol Kevin steckt. Auf dem Weg zum Einkauf im Baumarkt entdeckt er einen jungen Typen mit Kevin-Aufschrift auf dem Hemd. Ein weiteres Indiz für ihn, dass er sich auf der richtigen Spur befindet. Leider gibts nur Prügel und keine weitere Offenbarung.

Filminfo

Originaltitel: Jeff Who Lives At Home (USA, 2012)
Regie: Mark und Jay Duplass
Darsteller: Jason Segel, Ed Helms, Judy Greer
Länge: 83 Min.
FSK: ab 6 Jahre
Kinostart: 09. August 2012

Aber per Zufall (oder ist es Fügung?) trifft er seinen Bruder - im Gegensatz zu Jeff ein verheirateter Mann mit festem Job. Er hat gerade herausgefunden, dass seine Frau fremdgeht. Während sich die Brüder dilettantisch auf die Fersen des Paares setzen, erhält Muttern im Büro seltsame Flirt-Mails und glaubt an einen heimlichen Verehrer. Nach einer Reihe zusätzlicher Verwicklungen treffen sich alle im Stau auf einer Brücke, Bruder und ungetreue Gattin versöhnen sich, die Mutter verguckt sich in eine Kollegin, und Jeff rettet Menschenleben. Wenn das nicht ein maßgeschneidertes Happy End ist!

Leichtfüßige Unterhaltung ohne Langzeitwirkung

Jeffs Mutter (Susan Sarandon) steht vor einem wirklich umwälzenden Neuanfang.

Die Indie-Brüder Jay Duplass und Mark Duplass tun mit dieser leichtfüßigen, wenn auch nicht gerade tiefsinnigen Komödie niemandem weh. Das Hohelied auf den Aussteiger, der sich um die konsum- und leistungsorientierte Gesellschaft nicht im geringsten schert, sorgt für Schmunzeln, kann aber einige Längen nicht verstecken. Die Schauspieler machen die Nonsens-Geschichte sehenswert. Allen voran beeindruckt Susan Sarandon als genervte, aber resolute  Frau, die eine emotionale Kehrtwendung vollzieht und sich auf neue Liebespfade wagt. Jason Segel gefällt als naiv-gutmütig durchs Leben tappender Anti-Held. Einzig Ed Helms als leider etwas überzeichneter Spießer, der irgendwann  kapiert, dass er sich nicht immer nur durchlavieren kann, sondern Farbe bekennen muss, fällt ab. Nette Unterhaltung, die aber keine großen Spuren hinterlässt und schnell vergessen ist.


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