Madonna holte sich den goldenen Globus für ihren Song "Masterpiece" - zum Ärger von Elton John, der ebenfalls in der Kategorie "Bester Filmsong" nominiert war.
Golden Globes 2012 "The Artist" triumphiert
In Los Angeles sind die Golden Globes verliehen worden. Sie gehören zu den begehrtesten Auszeichnungen für Kinofilme und Fernsehsendungen. Die französische Komödie "The Artist" ist mit ingesamt drei Auszeichnungen der Favorit der Preisverleihung. Mery Streep erhielt zum siebten Mal einen Globe.
Schauspieler Jean Dujardin ist deutschen Kinozuschauern vor allem aus der Marketing-Satire "39,90" bekannt, DVD-Enthusiasten kennen ihn vielleicht noch als 007-Parodie in den zwei Klamauk-Filmen "OSS". Seit Mai ist Dujardin international auf der Überholspur: Nachdem er beim Filmfest Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet wurde, erhielt er nun auch noch den Golden Globe.
Drei Globes für Hommage an die Stummfilmzeit Hollywoods
Kein Wunder, seine Leistung als Stummfilmstar, der karrieretechnisch auf das falsche Pferd setzt, ist einfach sensationell gut. Nicht nur seine Leistung überzeugte die Hollywood Foreign Press Association (HFPA) und die ca. 100 internationalen Journalisten, die die Vergabe der Golden Globes organisieren und bestimmen. "The Artist" gewann die goldene Trophäe auch in der Kategorie "Beste Komödie/bestes Musical" und "beste Filmmusik". Die sehenswerte Hommage an die Stummfilm-Arä Hollywoods unter der Regie des französischen Filmemachers Michel Hazanavicius startet am 26. Januar in den deutschen Kinos.
Meryl Streep überzeugte als Margret Thatcher
Die zweifache Oscargewinnern Meryl Streep ("Kramer gegen Kramer", "Sophies Entscheidung") war zum 26. Mal für einen Golden Globe nominiert und gewann für ihre Leistung in "Die Eiserne Lady" - Streep spielt hier die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher. Es ist der siebte Globe für Streep, die den begehrten Filmpreis unter anderem für Kinoerfolge wie "The Hours", "Der Teufel trägt Prada" sowie "Julie & Julia" erhalten hatte.
Erfolg für George Clooney und seinen neuen Film
"The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten" (deutscher Kinostart ebenfalls am 26. Januar) gewann den Hauptpreis für das beste Drama. In Alexander Paynes auf Hawaii spielendem Film mimt Publikumsliebling und Oscarpreisträger George Clooney einen Familienvater, der sich nach einem schweren Unfall seiner Frau um die beiden Töchter im Teenageralter kümmern muss und nicht nur deshalb an seine Grenzen gerät. Clooney erhielt einen Globe als bester Drama-Darsteller.
Starke Konkurrenten
Ein überraschender Sieg für "The Descendants", hatte das Drama mit Steven Spielbergs "Die Gefährten" und Martin Scorseses erstem 3D-Film, dem Märcheneops "Hugo Cabret" doch starke Konkurrenten. Immerhin konnte sich Regisser Martin Scorsese einen Golden Globe als bester Regisseur für "Hugo Cabret" sichern. Und auch Steven Spielberg ging nicht leer aus: Sein digital er 3D-Animationsfilm "Die Abenteuer von Tim und Struppi", entstanden in enger Kooperation mit "Herr der Ringe"-Macher Peter Jackson, gewann in der Kategorie "bester Animationsfilm".
Auch Altmeister Woody Allen konnte sich freuen, für seinen Filmerfolg "Midnight in Paris" erhielt er einen Golden Globe für das beste Drehbuch.
Die Gewinner im Überblick
Bestes Drama: The Descendants
Beste Darstellerin in einem Drama: Meryl Streep (Die Eiserne Lady)
Bester Darsteller in einem Drama: George Clooney (The Descendants)
Beste Komödie bzw. Musical: The Artist
Beste Darstellerin in einer Komödie bzw. Musical: Michelle Williams (My Week with Marilyn)
Bester Darsteller in einer Komödie bzw. Musical: Jean Dujardin (The Artist)
Bester animierter Film: Tim und Struppi
Bester nicht-englischsprachiger Film: A Separation (Iran)
Beste Nebendarstellerin: Octavia Spencer (The Help)
Bester Nebendarsteller: Christopher Plummer (Beginners)
Beste Regie: Martin Scorsese (Hugo)
Bestes Drehbuch: Woody Allen (Midnight in Paris)
Beste Filmmusik: Ludovic Bource (The Artist)
Bestes Filmlied: Masterpiece (W.E.)
Beste Serie – Drama: Homeland
Beste Darstellerin in einer Serie – Drama: Claire Danes (Homeland)
Bester Darsteller in einer Serie – Drama: Kelsey Grammer (Boss)
Beste Serie – Comedy bzw. Musical: Modern Family
Beste Darstellerin in einer Serie – Comedy bzw. Musical: Laura Dern (Enlightened)
Bester Darsteller in einer Serie – Comedy bzw. Musical: Matt LeBlanc (Episodes)
Bester Mehrteiler oder Fernsehfilm: Downtown Abbey
Beste Darstellerin in einem Mehrteiler oder Fernsehfilm: Kate Winslet (Mildred Pierce)
Bester Darsteller in einem Mehrteiler oder Fernsehfilm: Idris Elba (Luther)
Beste Nebendarstellerin in einer TV-Produktion: Jessica Lange (American Horror Story)
Bester Nebendarsteller in einer TV-Produktion: Peter Dinklage (Game of Thrones)

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