Endlich vereint: Bella (Kristen Stewart) und Edward (Robert Pattinson) heiraten.
Vampirdrama Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht (1)
Dieses Liebespaar bringt Teenager weltweit zum Dahinschmachten. Die schöne Bella und der bleiche Vampir Edward. Mit dem ersten Teil von "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht" geht die Twilight-Saga in die Zielgerade - und ist so brav und blutleer wie nie zuvor.
Harry Potter hat es vorgemacht, nun wollen die Twilight-Schöpfer an diesen Erfolg anknüpfen. Der vierte und letzte Roman der Vampirsaga ist so umfangreich geraten, dass er auf zwei Filme aufgeteilt wurde, wie eben auch beim letzten Potter-Buch. Doch damit enden auch schon die Vergleiche, denn während der finale Kampf des Zauberlehrlings gegen seinen Erzrivalen Lord Voldemort zum düsteren, kraftvollen, visuell überwältigenden Kinoabenteuer geriet, wirkt diese Twilight-Verfilmung dagegen wie Schonkost für Veganer. Selten war ein Vampirfilm so enthaltsam und blutleer wie "Bis(s) zum Ende der Nacht".
Teil 1 noch vielversprechend
Filminfo
Originaltitel: The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 1 (USA, 2011)
Regie: Bill Condon
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Billy Burke
Länge: 108
FSK: ab 12 Jahre
Kinostart: 24. November 2011
Mit dem ersten Twilight-Film von Catherine Hardwicke fing 2008 noch alles vielversprechend an. Die schüchterne, etwas tollpatschige Bella Swan (Kirsten Stewart) trifft den Mann ihrer Träume, Edward Cullen (Robert Pattinson), der sich als steinreicher, charismatischer Vampir entpuppt. Sehnsucht und uneinlösbare Begierde hat diese Verfilmung perfekt auf die Leinwand gebracht. Leider war das Budget begrenzt und es reichte nur für grenzwertige Spezialeffekte und (bei Edwards Familie) die lachhaftesten Vampir-Perücken der Filmgeschichte.
Trotz größerem Budget schlechte Spezialeffekte
Bei den Fortsetzungen wuchs das Budget, die miesen Effekte und die Perücken blieben, leider. Drei Folgen lang umwarben sich Bella und Edward, zügelten ihre Sehnsucht und ihr Verlangen, bis zu diesem vierten Teil. Jetzt endlich kommt es zur großen (von Regisseur Bill Condon immerhin charmant inszenierten) Hochzeit und zur heiß ersehnten Liebesnacht. Die der Film dann unfassbar schamvoll ausspart. Irgendwas muss trotzdem passiert sein, denn zwei Wochen später merkt Bella, dass sie schwanger ist. Ein Baby wächst im Bauch, und bringt die brüchige Gemeinschaft von Werwölfen und Vampiren in Aufruhr.
Zelebrierte Langeweile
Schlecht animierte Wolfsrudel rennen daraufhin endlos durch die Wälder und knurren, Edward blickt sorgenvoll seine Bella an, und Bella sitzt mit dickem Bauch den Großteil des Films auf einer Couch und blickt sorgenvoll ihren Edward an. Selten wurde Langeweile in einem Vampirfilm derart zelebriert. Die zahlreichen Fans der Bücher werden trotzdem in den Film stürmen. Dem Rest der Menschheit können wir guten Gewissens abraten.

Wetter



