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Actionthriller Ein riskanter Plan

Alles sieht danach aus, als würde sich ein Mann von einem New Yorker Wolkenkratzer stürzen wollen, doch der Ex-Cop hegt andere Pläne. Spannender Thriller à la Mission impossible mit Sam Worthington und Jamie Bell.

Autor: Margret Köhler Stand: 19.01.2012

Unten auf der Straße stauen sich Sensationslustige, oben in Schwindel erregender Höhe balanciert ein Mann am Fenstersims des Hotels entlang. Die  Leute wollen etwas sehen, rufen, er soll springen. Aber genau das tut Nick Cassidy (Sam Worthington) nicht. Er verlangt von der Polizei ein Gespräch mit einer bekannten Psychologin. Die Karriere des einst erfolgreichen Cops nahm ein abruptes Ende, er soll den 30 Millionen Dollar schweren Diamanten eines dubiosen Geschäftsmannes (schön fies: Ed Harris) gestohlen haben.

Unschuldig hinter Gittern

Um seinen Namen wieder reinzuwaschen, plant Ex-Cop Nick Cassidy (Sam Worthington) einen riskanten Coup.

Trotz aller Unschuldsbeteuerung kam er wegen des Verbrechens, das er nicht begangen hat, hinter Gitter und jetzt durch einen cleveren Trick wieder in Freiheit. Er will Rache an dem Typen, der ihn reingelegt hat. Während er die Psychologin hinhält, dirigiert er über ein kleines Headset den Raub eben dieses Diamanten, den der Ganove in Nadelstreifen bestens versteckt. Nick braucht das Juwel als Beweis für seine Unschuld. Sein Bruder und dessen Latina-Freundin kommen dem glitzernden Objekt auf unmöglichsten Wegen näher.

Jede Sekunde zählt, aber die Zeit läuft bei der Jagd nach dem Diamanten unerbittlich. Die Spezialeinheit rückt immer näher, um den scheinbar Lebensmüden zu "retten", und ein paar Ex-Kollegen mit unsauberer Weste wollen ihm auch noch an den Kragen. Der Plan ist mehr als riskant, aber Nick lässt sich nicht davon abhalten, seinen Namen reinzuwaschen und Vergeltung zu üben.

À la Mission impossible

Filminfo

Originaltitel: Man on a Ledge (USA, 2011)
Regie: Asger Leth
Darsteller: Sam Worthington, Elizabeth Banks, Anthony Mackie, Jamie Bell, Ed Harris
Länge: 103 Min.
FSK: ab 12 Jahre
Kinostart: 19. Januar 2012

Wie dieser Ritt auf Messers Schneide gelingt, wird bei Asger Leth in seiner zweiten Regiearbeit nach der Dokumentation "Ghosts of Cité Soleil" zum rasanten, wenn auch realitätsfernen Thriller und mit Adrenalin voll gepumpten Zauberstückchen à la Mission impossible. Ähnlich wie bei "Nicht Auflegen" geht es spannend zu, ohne dass man anfänglich genau weiß, wie alles endet. Nur spielt sich hier nicht der größte Teil in einer engen Telefonzelle ab, sondern auf dem Fenstersims hoch über Manhattan.

Sehenswertes Taktierspiel mit einem herausragenden Jamie Bell

Damit sein riskanter Plan aufgeht, wird er von seinem jüngeren Bruder (James Bell) und dessen Freundin (Genesis Rodrigues) unterstützt.

Erst nach und nach erfährt der Zuschauer die persönlichen Hintergründe. Zwar sind die Muster bekannt, nach denen sich die einzelnen Bausteine des Handlungsbogens zusammensetzen, das mindert aber nicht das Interesse an den Figuren. Das Taktierspiel über der berühmten Skyline zwischen Sam Worthington ("Avatar – Aufbruch nach Pandora")  und Elizabeth Banks ("72 Stunden – the Next Three Days") ist sorgfältig inszeniert und schlägt immer neue Volten, die Schau stiehlt den beiden aber Jamie Bell ("Billy Eliott – I will Dance") als Bruderherz mit fantastischen Actionszenen. Und New York aus der Vogelperspektive, das ist doch mal was anderes.