Vampire aus dem Unterholz
Wenigstens etwas Gutes hat der vergleichsweise lange und kalte Winter mit sich gebracht: Es wird 2013 voraussichtlich weniger Zecken geben als in den Vorjahren. Doch auch der längste Winter geht vorüber: Nach den ersten warmen Tagen lauert der sogenannte Holzbock wieder im hohen Gras, im Gebüsch oder im Unterholz schattiger Wälder, verborgen vor der Sonne und vor unseren Blicken. Gerne lassen sie sich dann einfach mitschleppen, wenn Mensch oder Tier durch die Wiesen streifen oder auch nur im Garten arbeiten. Hochsaison haben die kleinen Blutsauger gewöhnlich von April bis Ende Oktober.
In milden Wintern allerdings sind sie früher durstig: Denn sie richten sich nicht nach dem Kalender, sondern nach der Außentemperatur. Ist es ihnen warm genug, erwachen sie aus der Winterstarre und halten Ausschau nach neuen Opfern. Auf den Menschen können Zecken gefährliche Krankheiten übertragen wie die Lyme-Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

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