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Pfefferminze Gesunde Erfrischung

Sie riecht gut, schmeckt erfrischend und ist hierzulande eine der beliebtesten Heilpflanzen. Die Pfefferminze wirkt wie Medizin, das ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Pfefferminzöl hilft bei Spannungskopfschmerz und Migräne genauso gut wie zum Beispiel Paracetamol.

Von: Annette Willenbücher Stand: 25.06.2012
Korb mit Pfefferminze | Bild: colourbox.com

Die Pfefferminz-Pflanze gibt es eigentlich gar nicht: Sie ist eine Mischung aus verschiedenen Minzarten. Minzen vermehren sich von selbst, durch Wurzelausläufer - aus denen jeweils neue Pfefferminzpflanzen sprießen. Auf nährstoffreichen Böden gedeihen sie besonders üppig, deshalb wachsen sie nicht zwei Jahre nacheinander an genau dem selben Standort, sondern neben der Ursprungspflanze.

Exotische Kreuzungen

In den letzten Jahren sind neue Sorten wie Apfel-, Erdbeer- oder Orangenminze der Verkaufsschlager. Mit den namensgebenden Früchten haben diese Trendsorten allerdings nichts zu tun, erklärt die Kräuterexpertin Ulla Hasbach aus Klappholz. Das Aroma der Minzen erinnert nur entfernt an diese Früchte; es sind Kreuzungen aus verschiedenen Minzen.

Der Duft ist charakteristisch

Wer selbst Pfefferminze sammeln möchte, sich aber nicht ganz sicher ist, ob er die Gesuchte vor sich hat, sollte einfach an den Blättern reiben und schnuppern, denn der Duft ist charakteristisch. Pfefferminze enthält einen hohen Anteil an ätherischen Ölen, allen voran Menthol. Es wirkt krampflösend und schmerzstillend.

Pfefferminze als Medizin

Eine Studie der Kieler Uniklinik für Neurologie hat bewiesen, dass Pfefferminzöl bei Spannungskopfschmerz und Migräne genauso gut wirkt wie Paracetamol.

"Man vermutet, dass über die Riechrezeptoren in der Nasenschleimhaut eine Querverbindung zum Gehirn geschlossen wird, das Menthol scheint ein Rolle zu spielen - auf jeden Fall funktioniert das sehr gut."

Dr. Peter Weinschenck, Apotheker

Entscheidend ist die richtige Anwendung

Zehnprozentiges Pfefferminzöl (das ist zum Beispiel als Minz-Roller in der Apotheke erhältlich) alle 15 Minuten auf Stirn und Schläfen auftragen. Die Gerbstoffe im Pfefferminzöl heilen Entzündungen in Mund und Rachen - einfach in Wasser verdünnt gurgeln.

Tee aus getrockneten oder frischen Blättern wirkt gegen Krämpfe - aber auch bei Erkältungen und Grippe. Drei Teelöffel Kraut mit 150 Milliliter heißem Wasser aufgießen, zehn Minuten ziehen lassen.

Allerdings: Zu viel Minze kann auch schaden

"Menschen mit entzündeten Schleimhäuten sollten vorsichtig sein, insbesondere bei Magenschleimhaut- oder Darmschleimhautentzündung, aber auch Personen, die überempfindlich auf Menthol reagieren."

Dr. Peter Weinschenck, Apotheker

Der Rezept-Tipp

Nicht zuletzt wirken Duft und Geschmack von Pfefferminze erfrischend - deshalb kommt sie besonders jetzt im Sommer auch als Küchenkraut zum Einsatz. Zum Beispiel in Taboulé, einem arabischen Salat: Klein geschnittene Zwiebeln, Gurken und Tomaten, eine Marinade aus Zitronensaft und Olivenöl mit viel gehackter Petersilie, Minze und Couscous vermischen. Eine Stunde ziehen lassen. Guten Appetit!


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