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Fit im Winter Trimm dich mit dem Kräuterwastl

Der Kräuterpädagoge Sebastian Viellechner aus Weyarn freut sich, dass der Schnee doch noch gekommen ist. Schlittenfahren, Schneeschuhwandern und Barfußlaufen sind nur einige seiner Maßnahmen, um sich fit zu halten.

Autor: Manfred Schramm Stand: 06.02.2012

Der Wastl freut sich, dass es endlich richtig Winter ist und Schnee liegt. Der lockt ihn wieder hinter dem Ofen hervor. Denn die ganzen Feiertage, die Ruhe im Januar und das gute, aber auch viele Essen haben doch Spuren bei ihm hinterlassen. Im Schnee kann er sich wieder richtig bewegen und die Pfunde los werden. Dazu nimmt er uns mit auf seinen Winter-Trimm-dich-Pfad. Trimmy, das Trimm-dich-Maskottchen des Deutschen Olympischen Sportbundes, begleitet ihn und überwacht seine Übungen. Aber er hat auch noch ein paar andere Überraschungen auf Lager.

Trimm-dich-Übung 1: Schnee schippen

Sein Sportgerät ist hier die Schneeschaufel. Der Wastl schiebt aber den Schnee nicht einfach beiseite. Er macht einen Sport daraus, denn er wirft den Schnee mit der Schaufel durch die Luft. Das ist richtig anstrengend, kräftigt die Oberarmmuskulatur, Bizeps und Trizeps und bringt den Wastl ganz schön zum Schwitzen. Aber das ist erst der Anfang. Der Wastl hat ja noch einiges vor, und damit er für die Kälte gerüstet ist, bereitet er sich einen Tee für unterwegs zu.

Ingwertee

Der Wastl macht sich nicht irgendeinen Tee, sondern ein Ingwer-Holunder-Sportgetränk. Dazu schält er den Ingwer, schneidet ihn auf und gibt ihn in die Teekanne. Dazu kommen noch getrocknete Holunderblüten. Die spenden eine extra Portion Energie und sind gut für das Immunsystem. Nach etwas sieben Minuten ist der Ingwertee trinkfertig, und der Wastl kann ihn für unterwegs in seine Thermoskanne abfüllen.

Trimm-dich-Übung 2: Schneeschuhlaufen

Zum Abschluss der Übung eine Rodelpartie

Sportgerät: Schneeschuhe und Schlitten. Das ist Wastls Hauptangriff auf die Pfunde. Beson-ders bei Kälte ist diese Übung ein echter Fatburner. In einer Stunde verbrennt ein 80 Kilo schwerer Mann etwa sechs- bis siebenhundert kcal, bergauf sogar noch mehr. Das ist mehr als beim Skifahren. Nur Langlaufen kommt auf die gleichen Werte. Und beim Schneeschuhlaufen wird der ganze Körper trainiert - Beine, Rumpf und Arme. Ein effektiver Ausdauersport.

Nach dem Aufstieg auf den Hügel hat der Wastl sich eine Verschnaufpause verdient. Gut, dass er den Ingwertee dabei hat, denn der füllt seinen Elektrolythaushalt wieder auf. Dann kommt die Belohnung, denn bei dieser Disziplin gilt auch: Spaß haben. Dafür hat der Wastl den Schlitten dabei. Denn abwärts wird gerodelt. Da saust der Wastl nur so dahin.

Ringelblumenöl

Nach dem Schneeschuhlaufen braucht der Wastl erst einmal etwas, um seine Muskeln zu lockern und zu entspannen. Dafür macht er Ringelblumenöl. Das ist gut gegen Muskelkater und hilft auch gegen trockene Haut. Denn die kann man sich bei der Kälte schnell holen. Und gut eingeölt, ist der Wastl bereit für die nächste Übung in der Kälte.

Trimm-dich-Übung 3: Barfuß im Schnee

Sportgeräte sind hier seine nackten Füße. Das ist die ideale Abhärtung für mutige Männer. Im Storchenschritt durch den Schnee stapfen, das bringt den Kreislauf in Schwung und härtet ab gegen Erkältungen. Außerdem fördert es die Durchblutung. Aber nicht übertreiben. Nur so lange, wie man es auch aushält. Auf keinen Fall länger als eine halbe bis eine Minute, denn sonst beugt man nicht einem Infekt vor, sondern holt sich garantiert einen Schnupfen. Diese Kälteanwendung wurde schon von Pfarrer Kneipp empfohlen. Der Wastl macht sie regelmäßig, wenn Schnee liegt. Jetzt will er aber noch etwas machen, um Energie zu tanken, denn die wird er noch brauchen für die vierte Übung.

Wastls Energydrink

Den bereitet er aus frischem Wintergemüse wie Karotten und Rote Bete plus Äpfel und Orangenviertel zu. Das wird ein Powersaft mit reichlich Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen. Die braucht jeder, vor allem im Winter, nicht nur der Wastl. Sein Getränk liefert Zucker und Energie - nur aus den Früchten, ganz ohne künstliche Zusatzstoffe. Der Wastl genießt den Saft. Der macht ihn fit für die letzte Übung.

Trimm-dich-Übung 4: Holz hacken

Sportgerät: das Beil. Der Wastl hat sich große Baumstücke zurecht gesägt, die er jetzt mit dem Beil zerkleinern will, damit er genug Holz zum Einheizen hat. Damit beginnt er schon einen Vorrat für den nächsten Winter anzulegen. Er benutzt dazu ein großes Beil, das kostet viel Kraft, erfordert Konzentration, Ziel- und Treffgenauigkeit. Nichts für Anfänger! Denn wenn das Beil am Holzklotz vorbeisaust, kann es gefährlich werden. Das ist eine Sportübung, die den ganzen Körper und den Geist fordert. Sie stärkt die Muskulatur, fördert Koordination und Konzentration. Danach ist der Wastl erschöpft, aber auch zufrieden. Er hat heute viel geschafft, nicht nur für die Ertüchtigung des Körpers und des Geistes. Er hat gleichzeitig mit dem Holz hacken auch etwas Positives für sein Häusl erreicht. Um die Kälte muss er sich auf jeden Fall keine Sorgen mehr machen. Fit wird der Wastl so auch wieder, und die Pfunde werden weiter purzeln.