Wenn der Schuh drückt Was hilft bei Hammer- und Krallenzehen?
Krumme Zehen mit schmerzhaften Druckstellen und Hühneraugen – das kennen viele. Wenn das Zehenendgelenk dauerhaft nach unten gebogen ist, spricht man von Hammerzehen. Wie kommt es dazu? Warum treten sie meist zusammen mit einem Hallux Valgus oder einem Spreizfuß auf?
Schick machen für den Theaterbesuch – dazu gehören für Claudia K. auch tolle Schuhe - der Absatz darf schon mal ein bisschen höher sein. Eine Entscheidung, die sie meistens innerhalb von zehn Minuten bereut. Denn dann schmerzen ihre Zehen, auf der Haut bilden sich Druckstellen. Für Claudia K. sind enge, hohe Schuhe noch unbequemer als für andere, weil ihre Zehen verformt sind. Sie hat an beiden Füßen sogenannte Hammerzehen. Das bedeutet: Das Mittelglied der betroffenen Zehen wölbt sich nach oben, während das Endglied hammerartig nach unten gebogen ist.
Bei Claudia K. ist der Grund für ihre Hammerzehen in ihrer Familie zu suchen: Bereits ihre Mutter hatte an beiden Füßen einen ausgeprägten Hallux valgus, eine schiefe Großzehe. Und diesen Hallux valgus hat Claudia K. geerbt. Er bedrängt die benachbarten Zehen und sorgt so für deren Verformung. Auch in Verbindung mit einem Knick- oder einem Spreizfuß treten Hammerzehen häufig auf. Und auch, wer dauerhaft falsches Schuhwerk trägt, provoziert, dass sich die Zehen krümmen. Meist sind die zweite und die dritte Zehe betroffen, seltener auch die beiden kleinen Zehen.
Konservative Maßnahmen gegen Hammerzehen
Hammerzehen zeigen in der Regel einen langsamen, aber fortschreitenden Verlauf. Da sich die Schmerzen bei Claudia K. noch in Grenzen halten, setzt sie auf konservative Maßnahmen. Diese ändern zwar nichts an der Zehenfehlstellung an sich, lindern aber die Beschwerden. Als besonders wirksam haben sich orthopädische Einlagen erwiesen, die die Zehen strecken. Beim Physiotherapeuten lernt Claudia K. Übungen, die ihre Muskeln kräftigen und so dazu beitragen, dass sich ihre Zehen weniger einkrallen. Und: sie trägt fortan Schuhe mit viel Platz im Zehenbereich, damit sich keine neuen Druckstellen bilden können.
Letzte Maßnahme: eine Operation
Sollten ihre Schmerzen irgendwann unerträglich werden, bleibt ihr die Möglichkeit einer Operation. Sinnvollerweise lässt sie dann nicht nur ihre Hammerzehen korrigieren, sondern auch das, was dafür verantwortlich ist: ihren Hallux valgus. Für Fußspezialisten ist ein derartiger Eingriff Routine, dennoch ist er aufwändig, weil quasi der gesamte Vorfuß operiert wird. Aber: Die Operation ist die einzige Möglichkeit, die Zehenfehlstellung dauerhaft zu beheben!

Wetter

