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Kosmetik Wie unbedenklich ist Faschingsschminke?

Egal ob Clown, Dracula oder Pirat, Faschingsschminke ist ein Muss. In der fünften Jahreszeit kommt es vor allem auf ein originelles Kostüm und den richtigen Gebrauch von Schminke an. Die im Handel erhältlichen Faschingsschminke ist im Grunde unbedenklich und doch reagiert jede Haut anders auf die Farben.

Autor: Annette Bögelein Stand: 20.02.2012
Zwei Faschingsclowns | Bild: colourbox.com

Im Fasching ist Ausnahmezustand. Endlich darf man mal in eine andere Haut schlüpfen. Es ist die Zeit, in der Kinder wie Erwachsene sich verkleiden und anmalen. Dazu gibt es eine ganze Palette an Farben - sowohl fürs Gesicht als auch fürs Haar. Doch ist das alles auch unbedenklich, was wir uns im Faschingstrubel auf unsere Haut schminken? Damit es nach dem närrischen Treiben kein böses Erwachen gibt, hier ein paar Tipps rund um die Faschingsschminke.

Unbedenkliche Farben?

Die Farben der Faschingsschminke sind besonders kräftig und oft auch grell, trotzdem gilt sie als unbedenklich. In der sogenannten Kosmetikverordnung, die für alle Kosmetik- und Pflegeprodukte gilt, ist auch die Faschingsschminke berücksichtigt. Alle Inhaltsstoffe müssen auf der Verpackung angegeben werden. Neben Fetten und Farbstoffe werden den Schminkfarben auch Konservierungs- und Duftstoffe hinzugegeben.

Verschiedene Tests haben ergeben, dass die im Handel erhältlichen Faschingsschminken im Grunde unbedenklich sind. Bei Glittercremes und Glimmersprays besteht aber immer die Gefahr, dass kleine Glitzerteilchen in das Auge oder Schleimhäute gehen! Da sollte man bei der Verwendung besonders vorsichtig sein oder am besten ganz darauf verzichten - denn dann kann nichts "ins Auge gehen"!

Doch auch wenn nur zugelassene Inhaltstoffe verwendet werden: Manche Menschen reagieren dennoch auf bestimmte Inhaltstoffe wie Duftstoffe oder Parabene etc.

Verträglichkeit für die Haut?

Wer zu Hautproblemen neigt, sollte sicherheitshalber jedes Jahr vor dem Schminken einen Hauttest machen. Dazu die Faschingschminke ein paar Tage zuvor in den Ellbogen oder auf den Oberarm auftragen und testen. Kommt es zu Hautrötungen oder Jucken, ist Faschingsschminke tabu! Wer zu trockener Haut neigt, sollte lieber die fetthaltigen Farben benutzen. Wer an Neurodermitis leidet, sollte vorab in jedem Fall den Hautarzt fragen.

Faschingsschminke vom Vorjahr?

Seit März 2008 muss das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung angegeben sein. Meistens sind die Produkte zwischen drei bis maximal zwölf Monate haltbar. Wer also Faschingsschminke mit den Faschingskostümen im Keller kühl und trocken lagert, kann Glück haben und die Farben sind noch in Ordnung. Je nachdem welche Basis die Schminke hat, kann sie aber auch verderben. Es gibt Faschingsschminke auf Öl- und auf Wasserbasis. Bei letzterer ist Vorsicht geboten: Sie verkeimt schnell. Bei ölhaltiger Schminke sollte man auf Ranzigkeit achten und einen Geruchstest machen.

Welche Farbe soll ins Gesicht?

Wasserhaltige Farben lassen sich einfach auftragen und auch wieder leicht mit Wasser entfernen. Unter diese Schminke kann man ein Feuchtigkeitsgel geben, da das Trocknen der Wasserfaschingsschminke der Haut Wasser entzieht. Unter fetthaltige Schminke sollte man immer eine Fettcreme geben. Fetthaltige Farben sind leicht im Gesicht zu verteilen und sie sind auch mit einer Fettcreme wieder zu entfernen.

Reinigung ist das A und O!

Vor der Maskerade immer Gesicht und Hände reinigen. Bakterien kommen in die Faschingsschminke, wenn man mit den Fingern in die Farben greift. Deshalb "Werkzeug" benutzen und auch dieses vorab reinigen: Pinsel, Spatel und Schwämmchen. Ein Tipp für Bequeme: einfach Wattestäbchen als Schminkwerkzeug benutzen und danach sofort wegwerfen.

Wer dies alles beherzigt, kann geschminkt und farbenfroh in den Fasching ziehen. Aber ganz wichtig: nach dem Faschingsball wieder Abschminken - auch wenn man noch so müde ist!