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Nachbarschaftshilfe Wer haftet bei Schäden?

Wenn der Nachbar im Urlaub ist, hilft man gerne aus und leert den Briefkasten, mäht den Rasen oder passt auf den Hund auf. Aber was passiert, wenn etwas schief läuft? Wer haftet dann für den Schaden?

Stand: 07.05.2013
Zerbrochener Teller auf Boden | Bild: colourbox.com

Ob das teure Parkett durch Gießwasser aufquillt oder die wertvolle Vase umfällt – sowohl für den Urlauber als auch für den freiwilligen Helfer ist ein solcher Schaden ärgerlich. Für den Geschädigten kann die Nachbarschaftshilfe zusätzlich auch teuer werden.

Nachbar haftet nicht

Grundsätzlich gilt: Derjenige, der unentgeltlich seinem Nachbarn einen Gefallen tut und dabei einen Schaden anrichtet, haftet dafür nicht. Die Begründung: Ein Nachbar übernimmt uneigennützige Tätigkeiten, die normalerweise der Urlauber selbst erledigt. Ihm hätten diese Missgeschicke ebenfalls passieren können.

Zusatz in der Haftpflichtversicherung

Will der Nachbar den Urlauber trotzdem nicht allein auf den Kosten sitzen lassen, dann braucht es einen Zusatz in der Haftpflichtversicherung, meint Finanzexperte Sascha Straub von der Verbraucherzentrale Bayern. "Diese zusätzlichen Klauseln sind sinnvoll, weil dann die eigene Versicherung für den Schaden aufkommt, auch wenn man das selbst rein rechtlich nicht müsste. Aber man kann dadurch auch den Rechtsfrieden mit seinem Nachbarn oder Bekannten sichern", so der Finanzexperte weiter. Handelt der Nachbar jedoch aus grober Fahrlässigkeit oder mit Vorsatz, dann kann er zur Kasse gebeten werden.


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