Biografie einer Agentin Der Mossad und die "Operation Zorn Gottes"
München, Olympische Spiele 1972: Elf Athleten der israelischen Olympia-Mannschaft sterben infolge der Geiselnahme durch Terroristen der palästinensischen Terrorgruppe "Schwarzer September" und dem darauffolgenden gescheiterten Befreiungsversuch durch deutsche Behörden. Das Attentat endet auch für einen Polizist und fünf Terroristen tödlich.
Israels Geheimdienst Mossad sucht Vergeltung: Die "Operation Zorn Gottes" soll an den Urhebern des Anschlages Rache üben. Die Mossad-Agentin Sylvia Rafael bereitet das Feld für die Tötungs-Kommandos vor. Acht mutmaßliche Terroristen sterben. Im Sommer 1973 glaubt der Mossad den Anführer des "Schwarzen September" Ali Hassan Salameh aufgespürt zu haben: In Lillehammer in Norwegen. Doch der Geheimdienst täuscht sich: Statt des Terroristen wird ein unschuldiger Kellner aus Marokko erschossen, vor den Augen seiner schwangeren Frau. Die beteiligte Sylvia Rafael wird in Norwegen zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt - muss jedoch nicht einmal zwei absitzen. 1975 kommt sie frei, sie stirbt 2005.
Der ehemalige Chef der Mossad-Abteilung für "spezielle Operationen" Moti Kfir hat jetzt zusammen mit dem israelischen Autor Ram Oren ein Buch über Sylvia Rafael und ihre Rolle bei der "Operation Zorn Gottes" geschrieben.
Info
Moti Kfir und Ram Oren: "Sylvia Rafael. Mossad Agentin" ist im Arche Verlag erschienen.
Autor Fernsehbeitrag: Andreas Lueg

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