Rheingold-Premiere Auftakt zum neuen Ring von Andreas Kriegenburg
Zehn Jahre nach dem letzten "Ring der Nibelungen" in München ist nun der Auftakt zum neuen "Ring" an der Bayerischen Staatsoper in München gemacht! Am Samstag, 4. Februar, war Premiere.
Andreas Kriegenburgs "Rheingold" hat auf Bühnenbombast verzichtet, der Regisseur will keine szenische Opulenz, sondern sucht eine körperliche, psychologische Inszenierung, bei der die Figuren im Mittelpunkt stehen. Die Rheintöchter, der Nibelung Alberich, die Riesen Fasolt und Fafner, die Götter Wotan, Freia und Loge, die einen weltenvernichtenden Kampf um Liebe und Macht entfesseln, in dem Gier und Neid tonangebend sind. Sogar die Schauplätze der Saga lässt Kriegenburg von Menschen darstellen - von rund hundert Statisten, die er auf die Bühne bringt. Mit blauer Farbe bestrichen stellen sie etwa den Rhein dar, formen mit Hand- und Körperbewegungen seine Wellen. Goldbemalt werden sie zum Rheingoldschatz. Oder sie bilden die Mauer der Götterburg Walhall.
Kriegenburgs "Rheingold" bietet angenehm unpathetisches, verständliches Regietheater, und Generalmusikdirektor Kent Nagano dirigiert die Partitur ebenso klar wie feingliedrig. Ein vielversprechenderr Auftakt! Die nächsten Monate an der Münchner Staatsoper werden nun ganz im Zeichen von Wagners "Ring" stehen. Am 11. März geht es weiter mit der "Walküre", "Siegfried" folgt am 27. Mai und die "Götterdämmerung" am 30. Juni 2012.
Autorin Fernsehbeitrag: Angelika Kellhammer

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