Bayerisches Fernsehen - Capriccio

Dokumentarfilm Empire Me

Es gibt auf der Welt rund 200 von ihnen: Mikrostaaten, Utopien, Menschen, die aussteigen und ihre eigene Gesellschaft gründen, mit eigenen Gesetzen, Regeln, Steuersystemen. Der österreichische Künstler und Filmemacher Paul Poet hat sechs verschiedene Mikro-Gesellschaften besucht.

Stand: 11.01.2012
Paul Poet | Bild: BR

"Wer will nicht manchmal aus dem Alltag ausbrechen, ein neues Leben beginnen, einmal König sein? Empire Me erzählt die Geschichte von Menschen, die ihre eigenen Welten bauen." So ist es im Trailer von Paul Poets Dokumentarfilm zu hören, der die alternativen Lebenskonzepte von sechs Aussteigergesellschaften rund um den Globus zeigt. Poet, dessen künstlerische Wurzeln in der musikalischen Subkulturszene von Wien liegen, zeigt Gegenentwürfe zur heutigen globalisierten Gesellschaft: Selbst ernannte "Mikrostaaten", in denen die Gründer die alleinigen Herrscher sind und ihren ganz persönlichen Traum verwirklichen.

Die Schwimmenden Städte

Rein völkerrechtlich wäre es schließlich möglich, so erklärt Poet, seinen eigenen Staat zu gründen, wenn gewisse Bedingungen erfüllt wären, unter anderem müsste man sich von seinem eigenen Staat nicht genug repräsentiert sehen, ein eigenes Territorium haben, eine gültige Gesetzgebung und die Bereitschaft mit anderen Staaten in Kontakt zu treten. So wie etwa die Bewohner der schwimmenden Städte von Serenissima, die ein nomadisches Leben auf bizarren selbstgebauten Flößen führen und ihre Städte nach einigen Monaten wieder abbauen, ehe sie weiterziehen.

Doch wie sieht das Alltagsleben aus, haben die selbst ernannten Herrscher und deren Untertanen die gleichen Bedürfnisse und Sorgen wie der Normalbürger? Poet dokumentiert Ausschnitte aus deren Geschichten, Leben und Motiven.

Info

"Empire Me - Der Staat bin ich!" Kinostart am 19.01.2012

Autor Fernsehbeitrag: Matthias Leybrand