Bayerisches Fernsehen - Capriccio

Doku-Drama "München 72 - Vom Traum zum Terror"

40 Jahre nach dem Olympiaattentat von München: Ein ARD-Doku-Drama erzählt die tragische Geschichte der "heiteren" Spiele neu.

Stand: 11.07.2012
Panzerfahrzeuge im Olympischen Dorf, München 1972 | Bild: picture-alliance/dpa

Der 5. September 1972 - der Tag, an dem die Olympischen Spiele von München mit einem Schlag kein frohes Sportfest mehr sind: Palästinensische Terroristen der Terrorgruppe "Schwarzer September" nehmen im Olympischen Dorf Athleten der israelischen Olympia-Mannschaft in Geiselhaft. Infolge der Geiselnahme und dem darauf folgenden, gescheiterten Befreiungsversuch durch deutsche Behörden sterben elf der israelischen Sportler. Das Attentat endet auch für einen Polizist und fünf Terroristen tödlich.

Olympische Fahne auf Halbmast, München 1972

Das Doku-Drama "München 72 - Vom Traum zum Terror" rekonstruiert diese Geschichte jetzt anhand von Originalfilmaufnahmen, nachgestellten Spielszenen und Interviews von Zeitzeugen. Etwa der damalige Innenminister Hans Dietrich Genscher, der Bürgermeister des Olympischen Dorfes Walther Tröger, Sportlerinnen wie Heide Rosendahl und die israelische Athletin Esther Roth-Shachamarow, sowie beteiligte Polizisten. Die Beratungen des Krisenstabs und der katastrophal gescheiterte Befreiungsversuch werden so noch einmal aufgerollt. Der Film geht dabei insbesondere auch einer schwierigen moralischen Frage nach, die damals entschieden werden musste: Sollen die laufenden Olympischen Spiele in München nach diesem Attentat wirklich weitergeführt werden?

Info

"München 72 - Vom Traum zum Terror" läuft am Sonntag, 22. Juli, um 21.45 im Ersten.

Autor Fernsehbeitrag: Henning Biedermann


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