Bayerisches Fernsehen - Capriccio

Kloster Benediktbeuern Ein barockes Kleinod in Gefahr?

Das Kloster Benediktbeuern ist der größte und intakteste Klosterbau im süddeutschen Raum. Derzeit ringen Denkmalschutz und Kloster allerdings um die Zukunft der einzigartigen Anlage und streiten um einen im Areal geplanten Neubau.

Stand: 24.10.2012
Kloster Benediktbeuern | Bild: BR

Seit Jahren arbeiten das Kloster, eine Niederlassung der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos, und Denkmalschutz gut miteinander. So sorgen sie derzeit gemeinsam dafür, dass etwa die Hauskapelle und eine alte Originalfassade aus der Barockzeit saniert werden. Jetzt wird allerdings um den geplanten Bau eines großen Kongress- und Tagungszentrums der Fraunhofer-Gesellschaft gestritten. In einem ehemaligen Klostergarten auf dem Klostergelände soll es entstehen. Das Landesamt für Denkmalschutz will dies jedoch verhindern und argumentiert, man könne den wertvollen alten Garten restaurieren. Das Kloster sagt allerdings, es handle sich doch nur um einen alten Obstgarten.

Kloster Benediktbeuern

Wir haben Egon Johannes Greipl, den Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, dazu befragt. Er würde hier nicht so hart kämpfen, wenn es für dieses wichtige Projekt der Fraunhofer-Gesellschaft nicht einen Alternativstandort gäbe, sagt er. So könnte die Gemeinde einen Grund direkt außerhalb der Klosteranlage dafür ausweisen, gleich nebenan auf der anderen Seite der Bahnlinie. Das Kloster plant allerdings, Synergien zu nutzen, so soll das Kongresszentrum die Klosterinfrastruktur mitbenutzen. Auch Georg Rauchenberger, der Bürgermeister von Benediktbeuern, sagt, das Kongresszentrum sei wichtig für die Region und den Ort. Wir haben mit ihm, mit Denkmalschützer Egon Johannes Greipl und mit Pater Claudius Amann, dem Direktor des Klosters, über das umstrittene Neubauvorhaben gesprochen.

Info

Förderverein "Juwel" - Verein zur Förderung des Klosters Benediktbeuern

Autor Fernsehbeitrag: Klaus Uhrig


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