Helge Schneider Karl-Valentin-Preis
Die Biermösl Blosn und Gerhard Polt haben ihn schon. Und nun bekam ihn Helge Schneider. Seine Karriere begann er als Straßenkehrer. Erfreulich, dass aus so einem schrägen Vogel ein so erfolgreicher Künstler geworden ist. Ein würdiger Nachfolger von Karl Valentin.
Der Karl-Valentin-Preis ist ein ganz besonderer Preis! Denn seine Auszeichnung besteht aus "absolut nichts"! So wollte es sein Erfinder Alfons Schweiggert, der den Preis 2007 ins Leben rief, und damit dem Humor Karl Valentins treu blieb. Die ersten Preisträger waren 2007 Gerhard Polt und die Biermösl Blosn, 2010 erhielt ihn Fredl Fesl. Jetzt ist der Preis erstmals in die Hände eines Nichtbayern gelangt! Und zu seinen Ehren standen die Biermösl Blosn jetzt also doch noch mal auf der Bühne und spielten - und das nach ihrem Abschiedskonzert! Angekündigt als "Ex-Biermösl Blosn", aber das sei nicht der neue Bandname, haben sie betont. Zusammen mit Gerhard Polt übergaben sie den "Großen Karl-Valentin-Preis" im Münchner Volkstheater an Helge Schneider. Und da sich "absolut nichts" so schwer überreichen lässt, übergab ihm Gerhard Polt stattdessen zwei Eimer mit Grundierfarbe.Die Laudatio auf Helge Schneider hielt Alexander Kluge. Und ihm ist es gelungen den Humor Helge Schneiders bis zur Scholastik und Thomas von Aquin zurückzuverfolgen und von dort wieder auf Karl Valentin zu kommen.
Helge Schneider, Komiker, Musiker, Schauspieler, Filmemacher, ist ein Improvisationstalent mit ganz eigenem Humor: hochvirtuos, musikalisch und dabei - sein Markenzeichen - im Vortrag oft völlig vernuschelt. Ist Valentin ein wirkliches Vorbild für ihn? "Das heißt nicht, dass meine jetzige Arbeit besondere Ähnlichkeit besitzt", sagte er uns im Interview zur Verleihung des Karl-Valentin-Preises. Aber: "Der freie Geist ist auch auf mich in irgendeiner Art übergegangen, das gibt eine Verbindung." Die Höhepunkte der Preisverleihung sowie Helge Schneider und Alexander Kluge im Capriccio-Interview.
Autor Fernsehbeitrag: Norbert Haberger

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