Designerin, Forscherin, Künstlerin ... Ein Atelierbesuch bei der Haute-Couture-Entdeckung Iris van Herpen
Manche ihrer Kleider sehen wir Rüstungen aus, oder wie Insektenpanzer, ihre Trägerinnen erinnern an androide Roboter oder schimmernde, seltene Pflanzen. Die Mode von Iris van Herpen wirkt, als käme sie aus der Zukunft.
Die niederländischen Modedesignerin Iris van Herpen lässt sich inspirieren vom Fallschirmspringen, von der Architektur von Kathedralen, von der Konservierung toter Körper. Manche ihrer Kreationen sind hochtechnologisch. Etwa ihre Polyamidkleider, die nach ihren Entwürfen von Architekten am Computer dreidimensional errechnet und von Lasern mit 3-D-Druckern geprintet werden. Für Iris van Herpen ist Mode Kunst, insbesondere die Haute Couture. Designerin und Künstlerin - beides Bezeichnungen, von denen sie sich angemessen beschrieben fühlt. Sie entwirft Kostüme für Dance Companies oder Opern und kleidet Stars ein, wie Björk und Lady Gaga. Dabei bleibt sie stets auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, neuen Stoffen.
"Wenn ich eine Technik beherrsche oder ein Material kenne, dann denke ich gleich weiter. Mit welchen Materialien kann ich noch arbeiten? Welche Techniken kann ich noch entdecken? Ich will dann unbedingt wieder etwas Neues ausprobieren. Das liegt in meiner Natur, ich habe einfach diesen Forscherdrang", sagt sie. Wir haben die niederländische Designerin besucht - in ihrem Atelier, das gleichzeitig eine Art Forschungslabor darstellt.
Autorinnen Fernsehbeitrag: Barbara Block / Miriam Ferstl

Wetter

