"Call me Kuchu" Ein Film über die Verfolgung Homosexueller in Uganda
In Uganda droht ein Gesetz verabschiedet zu werden, das Homosexualität unter Todesstrafe stellt. Der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm "Call me Kuchu" zeigt jetzt den mutigen und lebensgefährlichen Kampf homosexueller Aktivisten gegen diese unfassbare Gesetzesvorlage.
Wer sich in Uganda offen zur Homosexualität bekennt, bringt sich in Lebensgefahr. Ein Gesetzesvorhaben fordert dort hohe Haftstrafen und im Wiederholungsfall sogar die Todesstrafe für Homosexuelle. Doch es gibt mutige Aktivisten, die versuchen, sich dagegen zu wehren und ihre Rechte einzufordern. Die Filmemacherinnen Katherine Fairfax Wright und Malika Zouhali-Worrall haben sie dabei begleitet.
Darunter auch David Kato, der erste sich öffentlich bekennende schwule Aktivist Ugandas. Er hat seinen Mut mit dem Leben bezahlt. Noch während der Dreharbeiten wurde er erschlagen in seinem Haus aufgefunden.
Was den Film besonders beklemmend macht, ist, dass er nicht nur die Aktivisten zeigt, die für ihre Rechte kämpfen, sondern auch den Hass gegen Schwule im Land zu Wort kommen lässt - eine unglaubliche Homophobie, die einen Großteil der Gesellschaft hinter sich weiß. Ein schockierender Film.
Info
"Call me Kuchu", läuft ab 20. September 2012 im Kino.
Autor Fernsehbeitrag: Matthias Leybrand

Wetter

