Bayerns unbekannte Denkmäler Jenseits von Weltkulturerbe und Königsschloss
Schloss Neuschwanstein, die Würzburger Residenz und das Opernhaus in Bayreuth kennt jeder. Aber Bayern hat viel mehr zu bieten. Mehr als 170.000 Baudenkmäler sind in Bayern registriert. Jedes steht für eine einzigartige Geschichte. Ein neues Buch erzählt sie uns jetzt.
Denkmäler, das sind nicht nur Schlösser, Burgen oder Kirchen - und bei Denkmälern geht es auch nicht unbedingt um Schönheit oder Alter. Im zweiten Band der Reihe "Der Geschichte auf der Spur - Bayerns einzigartige Denkmäler" werden jetzt wiederum 50 Denkmäler vorgestellt, die eine Entdeckung wert sind.
Bayerns zweitältestes Hallenbad etwa, 1903 in Augsburg eröffnet, mit eigener Männer- und Frauenhalle, Wannebädern erster bis dritter Klasse und sogar einem Hundebad. Oder Ruinen im oberpfälzischen Hirschbachtal. Hunderte Betonsockel und Stützmauern erinnern hier an das größte Stadion aller Zeiten. Es sollte auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände errichtet werden. Um aber sicher zu sein, ob ihn das Publikum von den obersten Rängen noch erkennen könne, ließ Hitler einen Probebau errichten. Das Holz der Tribünen wurde nach Kriegsende als Bauholz wiederverwendet.
Wir haben uns mit Herausgeber Egon Johannes Greipl, dem Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, im Kraftwerk Jochenstein, einem Industriedenkmal an der Donau, getroffen. Als es Anfang der 50er-Jahre erbaut wurde, war es das größte Flusskraftwerk Europas.
Info
"Der Geschichte auf der Spur: Bayerns einzigartige Denkmäler - Von den Kelten bis zum Kalten Krieg", Band 1 und Band 2, herausgegeben von Egon Johannes Greipl, sind im Volk Verlag erschienen.
Autor Fernsehbeitrag: Henning Biedermann

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