Bayerisches Fernsehen - Capriccio

Joseph Vilsmaier Bavaria - Traumreise durch Bayern

Die Luftnummer des Jahres oder warum ein Hubschrauber noch keinen guten Film macht.

Stand: 25.07.2012
Schloss Neuschwanstein - Szene aus "Bavaria - Traumreise durch Bayern" | Bild: Concorde Filmverleih

Joseph Vilsmaier zeigt in seinem neuen Film: "Bavaria - Traumreise durch Bayern" einmal eine andere Seite seines Schaffens. Nach Publikumserfolgen wie "Comedian Harmonists" oder "Die Geschichte vom Brandner Kaspar" drehte er nun eine Dokumentation, ein Landesportrait von Bayern.

Hans Ostler (Pilot), Irmin Kerck (Cineflex-Operator) und Joseph Vilsmaier

Mit einer High-Tech-Kamera, die an einem Helikopter befestigt war, flog der Kultregisseur über Wiesen, Wälder und Berge und zeigt bekannte und oft gesehene Plätze wie den Tegnernsee, die Wieskirche bei Steingaden oder das Schloss Neuschwanstein aus der Vogelperspektive. Auch Bilder vom Boden sollen Land und Leute dokumentieren wie etwa der Einzug der Wiesen-Wirte, Blicke hinter die Kulissen einer Robot-Firma in Augsburg oder Menschen beim Fingerhakeln - man könnte meinen, er habe den Slogan "mit Laptop und Lederhose" zum Vorbild gehabt. Die Musik zum Film lieferte Hans-Jürgen Buchner von der bayerischen Gruppe Haindling.

Die Bildgewalt ist oft übermächtig, und in teils schneller Folge strömen die Sequenzen auf den Zuschauer ein - der von Vilsmaier selbst gesprochene Kommentar nach Texten des Journalisten Hannes Burger ist stellenweise anekdotenhaft, manchmal langatmig. Vilsmaier liebt sein Land - das kommt in seinem neuen Film klar zur Geltung -, aber das ist auch schon alles.

Autor Fernsehbeitrag: Klaus Uhrig


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