Bayerisches Fernsehen - Capriccio

Hey Ho Let's Go Johnny Ramones Autobiografie

Von der Gründung bis zur Auflösung der Ramones, einer der wichtigsten Punkbands aller Zeiten - er war immer dabei! Jetzt ist posthum die Autobiografie des 2004 verstorbenen Johnny Ramone erschienen. Lustig. Berührend. Wild.

Stand: 10.10.2012
Die Ramones (Dee Dee, Tommy, Johnny and Marky) 2002 bei der Aufname in die Rock and Roll Hall of Fame | Bild: picture-alliance/dpa

Als Teenager ging er ins Konzert der Beatles, mit einem Rucksack voller Steine. Die hat er dann auf die Bühne geworfen ... John Cummings spielte Gitarre, 1974 gründete er in New York mit Douglas Colvin und Jeffrey Hyman die "Ramones" und nannte sich bald Johnny Ramone. Den Gitarristen einer ultralauten Punkband mag man sich zwar als anarchisch, rebellisch und chaotisch vorstellen - Johnny Ramone entsprach diesem Klischee allerdings kaum. Er liebte Elvis Filme, mochte die Republikaner, war ein Fan von Ronald Reagan ...

Mit 21 hatte er eine Gotteserfahrung, eine Stimme habe ihn zur Umkehr gemahnt, er solle aufhören zu trinken und Kleber zu schnüffeln, aufhören die Leute zu verprügeln. Und der als Kind einer Arbeiterfamilie im New Yorker Stadtteil Queens groß gewordene Johnny Ramone nahm danach wirklich keine Drogen, trank nicht mehr als zwei Bier, war ziemlich diszipliniert und hielt als eine Art Chef die Band zusammen. Allerdings nicht ohne Streit und Zerwürfnisse mit den Kollegen - teilweise sprach man wochenlang nicht miteinander. Und mit dem Prügeln nahm er sich nicht wirklich zurück - so ist überliefert, wie er mal den Manager der Sex Pistols verdroschen hat.

Johnny Ramone

Als Band haben die Ramones alles erreicht - wurden weltberühmt, auch im Mainstream. Sie wurden 2002 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, beeinflussten viele Musiker, haben bis heute zahllose Fans. Johnny Ramone, ihr Gitarrist, starb im Alter von nur 55 Jahren an Krebs.

Info

Johnny Ramone: "Commando - Die Autobiographie von Johnny Ramone" ist im Tropen Verlag erschienen.

Autor Fernsehbeitrag: Matthias Leybrand


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