Bayerisches Fernsehen - Capriccio

Geniale Hunde "Amazing dogs"

Der eine schreibt Gedichte, der andere buchstabiert oder ist gut in Mathematik: Die deutsche Historie ist voll von genial begabten Hunden. Das kuriose Buch "Amazing Dogs" versammelt unglaubliche Geschichten von Mensch und Tier.

Stand: 19.10.2011
Hund vor Mikrophon | Bild: BR

Der Hund ist der Freund des Menschen, und der Mensch suchte schon immer das Menschliche in seinem Hund. Hunde, die mit menschlichen Fähigkeiten beseelt schienen, ja, die darüber hinaus sogar durch Genialität verblüfften, brachten ihre Zeitgenossen in den letzten Jahrhunderten immer wieder zum Staunen. Der weltberühmte Wunderhund Munito etwa, der im frühen 19. Jahrhundert gegen Publikum Domino spielte und immer wieder gewann. Oder der sprechende Hund Don, der zu Anfang des 20. Jahrhunderts Weltkarriere machte! Und das, mit einem eher kleinen Wortschatz: Don, Hunger, Kuchen, Ruhe, Haben, Ja und Nein. Wörter, die man überdies aus den Hundelauten erst einmal heraushören musste ... Oder Rolf, ein sprechender Airedaleterrier, der sich mit seiner Besitzerin per Klopf-Alphabet verständigte. Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurden Hunde, die vermeintlich menschliche Intelligenz zeigten, als ernsthaftes wissenschaftliches Phänomen untersucht - "Neue Tierpsychologie" nannte sich die Fachrichtung.

Der Mediziner und Autor Jan Bondeson hat jetzt ein anekdotenreiches und unterhaltsames Buch veröffentlicht, in dem er sich mit außergewöhnlichen Hunden und ihren verblüffenden Fähigkeiten beschäftigt. Dabei kommen nicht nur jene Vierbeiner vor, die trickreiche Kunststücke vorführten, rechnen oder den Menschen aus der Hand lesen konnten, sondern auch erstaunliche Exemplare wie die "Railway Dogs", die selbstständig mit dem Zug Tausende von Kilometern zurücklegten und doch immer wieder zu ihrem Heimatbahnhof zurückfanden, oder Bernhardiner und Neufundländer, die als legendäre Lebensretter von sich reden machten.

Info

Jan Bondeson: "Amazing Dogs: A Cabinet of Canine Curiosities" ist in der Cornell University Press erschienen.

Autor Fernsehbeitrag: Henning Biedermann