Saisonsieg Nummer eins "Genau zum richtigen Zeitpunkt"
In dieser Saison schien es wie verhext für Maria Höfl-Riesch. Eine war immer schneller. Ob Marlies Schild im Slalom oder Lindsey Vonn in den Speed-Disziplnen. Bis zum Sonntag, da stand Höfl-Riesch erstmals wieder ganz oben auf dem Podest.
Dabei waren die Weltcup-Tage von St. Moritz eigentlich ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Ein verpatzes Rennen am Freitag, eine fast perfekte Abfahrt am Samstag, nur geschlagen von einer eben perfekte Lindsey Vonn.
Schön, dass es passiert ist
Und auch am Sonntag ging Vonn als Führende in den Salom von St. Moritz. Dann aber spielte Höfl-Riesch ihre Klasse auf dem Slalomhang aus und das Hundertstelglück kehrte zurück. "Genau zum richtigen Zeitpunkt", sagt Maria Höfl-Riesch in Blickpunkt Sport - Das Magazin. "Es schien in letzter Zeit unmöglich, Rennen zu gewinnen. In den Speed-Disziplinen ist Lindsey fast unschlagbar, im Slalom Marlies Schild. Und wenn sie mal ausgeschieden ist, dann bin ich es auch gleich. Umso schöner, dass es jetzt passiert ist." Es sei schwer zu gewinnen, so die Weltcupgesamtsiegerin der vergangenen Saison. Daher wisse sie diesen Sieg umso mehr zu schätzen: "Das letzte Jahr war außergewöhnlich gut und man kann nicht alles an diesem perfekten Jahr messen, schon gar nicht, wenn man mit Vonn und Schild Ausnahmekonkurrentinnen hat."
Fehlendes Setup im Slalom
Sechs Slalomläufe bestritten die Damen in dieser Saison, dreimal schied die Slalom-Olympiasiegerin aus. "Ich habe noch Probleme mit dem Setup beim Slalom, bei eisigen Bedingungen passt es noch nicht." Der Slalom von St. Moritz sei ein Schritt in die richtige Richtung, gewesen. Es folgen aber weitere Tests, "um auch auf Eis den richtigen Grip zu finden".
Keine Frage des Gewichts
Maria Höfl-Riesch bestreitet die Saison mit einigen Kilo weniger - ein Umstand, in dem viele auch einen Grund für die anfänglich fehlenden Erfolge in den Speed-Disziplinen sahen. Doch dem ist nicht so, beteuert die 27-Jährige: "Die Ergebnisse sprechen dafür, dass man auch mit ein paar Kilo weniger schnell sein kann", konstatiert Höfl-Riesch. "Normalerweise war es immer so, dass ich im Winter abgenommen, im Sommer aber wieder zugelegt habe. Diesmal habe ich das Gewicht gehalten, vor allem durch Unverträglichkeit verschiedener Nahrungsmittel. Ich arbeite daran, diese Probleme zu beheben. Aber ich fühle mich auch wohl, so wie es ist."

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