Es kommt der Tag
Dienstag, 09.10.2012
21:45
bis 23:30 Uhr
-
Audiodeskription
-
Videotext-Untertitel
Bayerisches Fernsehen
Mehr zur Sendung
Judith Muller betreibt mit ihrem Mann Jean-Marc ein Weingut im Elsass und engagiert sich nebenher in Bürgerinitiativen. Dass Judith in den 70er-Jahren in Deutschland aus politischen Gründen in den Untergrund ging und an einem Banküberfall beteiligt war, der einen Mann das Leben kostete, weiß ihre Familie nicht. Alice aber, die Tochter, die Judith damals zurückließ, spürt Judith in ihrer neuen Heimat auf. Als Alice Judith bei ihrem anscheinend so heilen Familienleben mit Jean-Marc und den Kindern Lucas und Francine beobachtet, bricht ihr aufgestauter Zorn hervor. Alice konfrontiert Judith mit der Vergangenheit. Sie will die wiederentdeckte Mutter zwingen, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen, will hören, dass Judith sich schuldig fühlt, weil sie ihre Tochter zurückließ, um Terroristin zu werden. Judith jedoch ist nicht bereit, ihre Ideale von damals zu verleugnen. Sie versucht, Alice ihren Einsatz für ein politisches Ideal verständlich zu machen. Alice dagegen beharrt auf ihrem Schmerz und verlangt, dass Judith sich als Buße der Polizei stellt. Als Alice Judiths Familie in die Auseinandersetzung hineinzieht, eskaliert der Konflikt zwischen den beiden Frauen.
Für ihr Drehbuch "Es kommt der Tag" wurde Susanne Schneider 2008 mit dem Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis geehrt. Die anerkannte Autorin führte bei der Verfilmung auch erstmals Regie. Für ihre Rolle als Alice wurde Katharina Schüttler mit dem Bayerischen Filmpreis 2009 als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.
Besetzung
| Rolle: | Darsteller: |
|---|---|
| Judith | Iris Berben |
| Alice | Katharina Schüttler |
| Lucas | Sebastian Urzendowsky |
| Jean Marc | Jacques Frantz |
| Claire | Andrée Damant |
| Robert | Jean-Claude Arnaud |
Regie:
Susanne Schneider
Redaktion:
Gaby Schramm

Wetter
