Der ehemalige Wintersportler Jomar (Anders Baasmo Christiansen) hat sich nach einem Nervenzusammenbruch von der Welt abgewandt.
Norwegisches Roadmovie Nord
Humorvolles norwegisches Roadmovie Richtung Polarkreis mit Running Gags und atemberaubenden Schneelandschaften: Jomar ergibt sich nach einem Ufall alkoholgetränkten Depressionen und hat sich in seiner Holzhütte und in der Skiliftstation, um die er sich kümmern soll, eingeigelt.
Der ehemals erfolgreiche Skiläufer Jomar Henriksen hat sich nach einem Unfall und einem Nervenzusammenbruch von der Welt ab- und dem Alkohol zugewandt. Lethargisch vegetiert er in seiner Hütte vor sich hin, bis er unerwartet Besuch von einem alten Freund bekommt, der ihm vor Jahren seine damalige Freundin Linnea ausgespannt hat. Nach einem handfesten Streit erfährt der überraschte Jomar, dass er mit Linnea einen vierjährigen Sohn hat.
Jomar rafft sich auf und macht sich mit seinem Schneemobil auf den Weg weit in den Norden Norwegens - mit fünf Litern Schnaps als einzigem Proviant. Auf seiner mäandernden Reise Richtung Polarkreis begegnet er einer Vielzahl skurriler Gestalten, darunter einer Gruppe Soldaten in einem Potemkinschen Dorf, einem jungen Schneeräumfahrer und einem angeketteten Samen. Und schließlich findet Jomar auch seinen Lebensmut wieder.
Filminfo
Originaltitel: Nord (N, 2009)
Regie: Rune Denstad Langlo
Darsteller: Anders Baasmo Christiansen, Kyrre Hellum, Marte Aunemo
Länge: 74 Min.
Stereo
Dem Regiedebütanten Rune Denstad Langlo gelingt mit "Nord" ein amüsant-verschrobenes Roadmovie, das mit seinem lakonischen Humor und skurrilen Figuren an die schwarzen Komödien der Kaurismäki-Brüder und Jim Jarmuschs staubtrockenen Humor erinnert. Kameramann Philip Øgaard ("Kitchen Stories"; 2003) fängt die norwegischen Schneelandschaften in imposanten CinemaScope-Bildern ein, deren majestätische Schönheit der depressiven Stimmungslage des Protagonisten Hohn sprechen.
Die ebenso unterhaltsame wie poetische Reise gen Norden und zu sich selbst wurde vielfach ausgezeichnet. Auf der Berlinale 2009 wurde "Nord" mit dem Preis der Filmkritikervereinigung FIPRESCI, dem "Amnesty International"-Filmpreis und dem "Label Europa Cinemas"-Preis prämiert. Regisseur Rune Denstad Langlos gewann bei dem "Tribeca Filmfest" in New York sowie beim Internationalen Filmfestival Transsilvanien Preise als bester Regisseur.

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