ARD-alpha - Stil-Epochen


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Stil-Epochen Innovationskünstler im Römischen Reich

Die Zeit des Imperium Romanum ist eine Zeit der Expansion und des Fortschritts. Unter Augustus, dem ersten römischen Kaiser, bricht für Künstler und Erfinder eine glorreiche Zeit an. Es entstehen Neuerungen, ohne die wir uns die westliche Zivilisation nicht vorstellen können.

Stand: 21.01.2016

Als Rom den größten Teil der damals bekannten Welt beherrscht, erstreckt sich das römische Reich über drei Kontinente. Die günstigen Bedingungen für diese Ausdehnung hat Kaiser Augustus geschaffen. Unter seiner Herrschaft beginnen die Römer zu bauen: Straßen, Aquädukte, Städte.

Die Erfindung der Kuppel und des Rundbogens

Die Trierer Konstantinbasilika

Augustus lässt Tempel errichten, für die sich die römischen Architekten von der griechischen Bauweise inspirieren lassen. Doch sie bauen die Tempel nicht eins zu eins nach, sondern entwickeln die Baukunst weiter. Die Römer erfinden den Rundbogen eine neue Dachkonstruktion: die Kuppel. Außerdem entdecken sie auf ihrer Suche nach einem festeren Baumaterial den Gussmörtel, eine betonähnliche Mischung aus Kies, Kalk und Vulkansand. Dieser Stoff wird so fest, dass sie damit problemlos große Flächen überbauen und komplexe Gebäude konstruieren können.

Wirklichkeitsgetreue Bildnisse

Forum Romanum

Neben Gussmörtel verwenden die Römer auch gebrannte Ziegel. Sie vervollkommnen diese beiden neuen Techniken und bauen schneller, größer und mehr denn je. Auch was sie in Sachen Porträtskulptur von den Griechen lernen, entwickeln sie weiter. Wo die alten Griechen jedem Porträt ideale Züge mitgeben, wollen die Römer das darstellen, was den Menschen ausmacht. Die römischen Büsten und Statuen stilisieren allenfalls noch das lockige Haupthaar und den Faltenwurf des Gewandes, aber Augen, Nase und Mund tragen die individuellen Merkmale des Porträtierten.

Nach der Eroberung Ägyptens unter Augustus beginnen die Ägypter, den Mumien ein buntes Porträt des Toten auf das Gesicht zu binden. Daraus entsteht in der byzantinischen Kunst die Ikonenmalerei - Vorläufer der mittelalterlichen Tafelbilder.

Kurzgefasst: Die Stil-Merkmale der römischen Antike

  • Die Römer arbeiten mit Gussmörtel und gebrannten Ziegeln.
  • Sie pflastern Straßen, bauen Aquädukte und errichten Thermen.
  • Die Römer erfinden die Kuppel als Dachkonstruktion.
  • Büsten und Statuen fangen das Charakteristische des Modells ein statt die Gesichtszüge zu stilisieren.

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