ARD-alpha - Schulfernsehen


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Fortsetzung folgt! Bis ans Limit - Fynn will Stuntman werden

Es drängt sie nach Nervenkitzel und waghalsigen Stürzen - Fynn und andere Stuntkids wollen lernen, wie Profis zu arbeiten. Beim Ferienkurs erfahren sie, dass Teamarbeit, Vertrauen und Präzisionsarbeit im Stunt-Geschäft ein Muss sind.

Von: Volker Eklkofer & Simon Demmelhuber, ein Film von Stephan Liskowski und Dinah Münchow

Stand: 20.01.2012

Während andere Jungs vor dem Computer sitzen oder Fußball spielen, träumt Fynn vom flammenden Inferno. Der 13-Jährige liebt Actionfilme und möchte später einmal in diesem Genre eigene Streifen drehen. Er hat bereits Filmworkshops besucht. "Mich interessiert nicht so sehr die Schauspielseite, mehr die Regie- oder Kameraarbeit", sagt er. Nun möchte er "eine Ahnung haben, wie das alles realisierbar ist". Er will wissen, wie Profis arbeiten und besucht mit anderen Jungs und Mädchen einen Ferienkurs für Stuntkids in der Lüneburger Heide. Veranstalter ist Manfred Kaufmann, Chef der Stuntschule Movie-Kids.

Für Fynn ist der Kurs eine große Herausforderung. Er will austesten, welche Stunts er sich zutraut und möchte die Chance nutzen, an seine Grenzen zu gehen. Das Programm Kaufmanns kann sich sehen lassen: Die Ausbildung der Nachwuchs-Draufgänger reicht von waghalsigen Autofahrten über Prügeleien bis zu spektakulären Feuerstunts. Kaufmann sieht das gelassen. Für ihn hat das Ganze nichts mit bloßer Gewalt zu tun, vielmehr sollen die Kinder verantwortliches Handeln und Teamarbeit lernen. Auch sollen sie verstehen, mit Risiken umzugehen. Körperbeherrschung und das für Stuntleute obligatorische Falltraining sind ein weiteres Plus, das die Jungen und Mädchen in den Alltag mitnehmen.

Fynn und die anderen Stuntlehrlinge haben sich erst bei der Ankunft kennen gelernt, doch sie merken schnell, dass es hier auf Zusammenarbeit ankommt. Stunts wie Prügeleien funktionieren nur, wenn jeder Schlag - natürlich aneinander vorbei - vorher abgesprochen ist. "Mit dem Vertrauen", meint Fynn, "ist das ganz wichtig". Ihn und seine Kumpels Leo und Freddy fasziniert auch die Präzisionsarbeit, auf die Manfred Kaufmann immer wieder Wert legt. "Du musst dich konzentrieren", so Fynn, "wenn nicht, trittst du daneben und fällst vom Auto. Das Wichtigste ist, dass du bei der Sache bleibst".

Der Feuerstunt ist ein besonderes Schauspiel. Fynn und andere Kids werden in einen Schutzanzug gesteckt und mit Wasser kräftig "eingeweicht". Sie bekommen eine Gesichtmaske und wandeln bald als lebende Fackeln über den Hof. Die Szene muss spektakulär aussehen, denn schließlich rackern sich echte Stuntmen dafür ab, dass Stars, für die sie ihren Kopf hinhalten, im Film gut aussehen. Eine ähnliche Herausforderung ist der Höhensturz, um dessen Rückwärtsvariante Fynn gern einen großen Bogen machen würde. Doch der Junge gibt sich einen Ruck und geht über sein Limit - er springt. "Man hat halt dieses Adrenalin", sagt er danach, "es macht schon Spaß".


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