ARD-alpha - Schulfernsehen


0

Kinder Europas Wir kommen aus Ungarn

Wie gelangte der Staat Ungarn dahin, wo er heute steht? Lorinc soll herausfinden, wie die Magyaren ihren Platz in Europa fanden und welche Rolle der Heilige Stephan dabei spielte.

Stand: 04.06.2013

Lorinc (Mitte) soll ins Museum, um über die Ungarn etwas herauszufinden | Bild: WDR

Die Anfänge Ungarns - wilde Reiterhorden besiedeln das Karpatenbecken

Das Reitervolk der Magyaren kam aus Mittelasien und wurde im 9. Jahrhundert in der pannonischen Tiefebene sesshaft. Vor dort unternahmen die Steppenkrieger blutige Raubzüge und versetzten Europa in Angst und Schrecken. Erst nach einer verheerenden Niederlage im Jahr 955 auf dem Lechfeld bei Augsburg blieben sie dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches fern. Großfürst Géza erkannte den Reformbedarf in seinem Herrschaftsbereich und nahm in den 970er-Jahren Kontakt zu Kaiser Otto I. auf. Er ließ sich taufen und verheiratete seinen Sohn Stephan mit der bayerischen Prinzessin Gisela.

Stephan I. verankert Ungarn in Europa

Als Stephan die Nachfolge des Vaters antrat, widersetzten sich starke Kräfte dem Christianisierungskurs. Nur mithilfe bayerischer Ritter konnte sich Stephan an der Macht halten. Papst Silvester II. ehrte ihn um das Jahr 1000 mit der Königskrone. 1038 starb Stephan I., 1083 wurde er heilig gesprochen. In Ungarn wird die Krönung Stephans mit der Staatsgründung gleichgesetzt, man verehrt ihn bis heute als denjenigen Herrscher, der Ungarn nach Europa führte. Gisela kehrte nach dem Tod ihres Mannes in die Heimat zurück und wurde Äbtissin des Klosters Niedernburg bei Passau, wo sie um 1060 verschied.

Loric und das Königspaar

Für einen Geschichtswettbewerb an seiner Schule soll sich Lorinc mit Stephan und Gisela beschäftigen und herausfinden, warum die Christianisierung Ungarn den Weg nach Europa ebnete. Doch Lorinc wohnt nahe des Plattensees und er ist ein begeisterter Segler. Nun probt er den Spagat zwischen Forschen und Freizeitspaß. Wie er wohl beim Wettbewerb abschneidet?


0