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Feldwebel bei der Bundeswehr Ein Soldat mit Führungsaufgaben

Der Feldwebel, ob beim Heer, der Luftwaffe oder der Marine ist ein ausgesprochen vielseitiger Soldatenberuf, der allerdings auch Gefahren mit sich bringt. Auslandseinsätze in Krisengebieten gehören zum Soldatendasein.

Stand: 12.01.2009

Der klassische Feldwebel im Truppendienst ist Führer einer kleinen Einheit von Soldaten, die zum Beispiel den Checkpoint eines Krisengebietes überwacht oder als Besatzung eines Kampfpanzers zum Einsatz kommt. Der Feldwebel des Fachdienstes ist Spezialist auf einem bestimmten Gebiet - vergleichbar einem Meister in einem Handwerksberuf. Als solcher arbeitet er in der elektronischen Aufklärung oder ist als Mechaniker zuständig für die Panzerinstandsetzung. Er muss durchsetzungsfähig und fit sein, technisch interessiert und teamfähig. Für die Feldwebellaufbahn bei der Bundeswehr muss man sich in der Regel für zwölf Jahre dienstverpflichten.

Beruf mit Gefahren

Üben für den Einsatz

Soldaten machen einen Job, der Gefahren mit sich bringt für Leib und Leben. Die möglichen Auslandseinsätze sind nicht nur gefährlich, sie können zudem auch monatelang dauern. Darüber hinaus muss sich der Soldat darauf einstellen, immer mal wieder versetzt zu werden, also Wohnortwechsel in Kauf nehmen. Auch die körperliche Belastung, vor allem beim Feldwebel des Truppendienstes, ist nicht zu unterschätzen. Dafür ist die Bundeswehr ein verlässlicher Arbeitgeber. Bei entsprechender Eignung kann der Feldwebel Berufssoldat werden. Wer sich nach Ende der Dienstzeit lieber wieder zivil umschauen möchte, bekommt eine finanzielle Abfindung von der Bundeswehr und wird bei der erforderlichen beruflichen Qualifikation gefördert.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Feldwebel bei der Bundeswehr
  • Ausbildungsdauer: 24 bis 42 Monate in verschiedenen Lehrgängen je nach Fachrichtung und Berufswahl.
  • Voraussetzung: Dienstverpflichtung für 12 Jahre (evtl. auch 8 Jahre möglich).
  • Ausbildungsform: Die Ausbildung findet in Unteroffiziersschulen (Ausbildungskasernen) statt. Im Falle einer zusätzlichen beruflichen Qualifizierung finden Aus- und Weiterbildungen statt im Dualen System: Betrieb Bundeswehr und Berufsschule
  • Prüfung: Bundeswehr; evtl. Ausbildungsinstitutionen
  • Ausbildungsorte: Kasernen der Bundeswehr; Ausbildungsstätten
  • Zugang: Deutsche Staatsangehörigkeit. Das 17. Lebensjahr vollendet, das 25. noch nicht. Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung oder Realschulabschluss. Zweitägige Eignungsfeststellung in einem der Zentren für Nachwuchsgewinnung.
  • Eignung: Technisches Verständnis; Durchsetzungsvermögen; körperliche Fitness; Teamfähigkeit.
  • Perspektiven: Während der Dienstzeit Einsatz entsprechend der Fähig- und Fertigkeiten. Auslandseinsätze, die allerdings auch Gefahren mit sich bringen. Bei Bewährung Berufssoldat oder nach der Dienstzeit in einen zivilen Beruf wechseln. In diesem Fall finanzielle Abfindung und Berufsförderung durch die Bundeswehr.
  • Spezialisierungen: Heer, Luftwaffe, Marine, Sanitätsdienst, Streitkräftebasis. Der klassische Feldwebel des Truppendienstes ist am Ende seiner Ausbildung Führer einer kleinen Gruppe von Soldaten (z.B. Patrouillen), evtl. im Auslandseinsatz. Außerdem ist er Ausbilder. Der Feldwebel des Fachdienstes ist Spezialist/-in einem Fachgebiet. Er hat technische, verwaltende oder betriebliche Aufgaben mit Führungsverantwortung. Die Tätigkeit entspricht der eines Meisters in einem zivilen Unternehmen.

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Verdienstmöglichkeiten

Der Feldwebel wird wie ein Beamter bezahlt. Der Dienstgrad entspricht der Einstufung A8

Teamarbeit

Der Soldat ist Kamerad. Teamfähigkeit ist eine Grundvoraussetzung für den Beruf. Jeder muss sich auf den anderen verlassen können. Im Einsatzfall kann das eigene Leben oder das eines Kameraden davon abhängen.

Gefahr

Der Soldatenberuf bringt Gefahr für Leib und Leben mit sich. In den Krisengebieten der Welt, in denen auch die Bundeswehr vertreten ist, werden Anschläge auf Soldaten verübt.


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