ARD-alpha - Schulfernsehen


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Experiment Verwandtschaft Das Tier in dir (1)

Im Stammbaum des Lebens sind Einzeller ganz unten anzusiedeln, später setzen sich im evolutionären Optimierungsprozess Mehrzeller wie die Quallen durch. Dabei hilft ihnen das "Gerüstprotein" Kollagen, das heute im menschlichen Körper für stabile Knorpel, Sehnen und Bänder sorgt.

Von: Aart Gisolf, Oliver Sandrock und Axel Wagner

Stand: 04.05.2012

Modell | Bild: BR

Der Mediziner Aart Gisolf, der Paläontologe Oliver Sandrock und Axel Wagner, Biologe und Wissenschaftsjournalist, präsentieren unsere tierische Vergangenheit in bisher ungesehenen Bildwelten. Sie machen sich auf eine abenteuerliche Spurensuche und begegnen jenen tierischen Verwandten, die in der Anatomie des menschlichen Körpers erhalten blieben: Fossilien und ihre seit Urzeiten unverändert noch heute lebenden Nachfahren. Mit Zeitreisen und Studio-Aktionen liefert "Experiment Verwandtschaft – Das Tier in Dir" interessante Antworten auf die Frage, warum wir heute so aussehen, wie wir aussehen.

Einzeller in uns

Die ersten Lebensformen waren im Wasser lebende Einzeller. Vermutlich gehen die Mitochondrien, die Energielieferanten unserer Zellen, auf urtümliche Bakterien zurück. Ohne sie würden weder Muskel- noch Nervenzellen funktionieren. Auch der Embryo braucht die Energie der Mitochondrien für jede einzelne Zellteilung. Amöben, die Jagd auf Pantoffeltierchen machen, liefern einen Hinweis darauf, wie Mitochondrien ins Innere von anderen Zellen gelangt sein könnten.

Die Qualle im Knochen

Qualle

Quallen gehören mit zu den frühesten mehrzelligen Lebewesen. Bei ihnen tritt ein wahrer "Wunderstoff" erstmals in Erscheinung - das Kollagen. Im menschlichen Körper verleiht Kollagen den Knochen Biegsamkeit und erlaubt uns das Sehen mittels durchsichtiger Hornhaut.

Zeitreise ins Kambrium

Vor gut 500 Millionen Jahren ereignete sich die "Kambrische Explosion". Damals entstanden die typischen Baupläne fast aller heute lebenden Tierarten - darunter auch solche mit einer Chorda, der Vorläuferin unserer Wirbelsäule. Bei den noch heute lebenden Lanzettfischchen lässt sich dieses Baupatent genauer untersuchen. Deutlich wird dabei auch, welche evolutionäre Bedeutung die Entwicklung der Muskulatur hatte.

Der Sprung an Land

Die Evolution im Lebensraum Meer schritt rasant voran. Um zu überleben brauchte es immer wieder neue Fähigkeiten. Nur dadurch wurde auch der Schritt an Land möglich.

Quelle: Planet Schule


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