ARD-alpha - Kunstraum


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Kunstraum Martin Dessecker: "Petermann, geh du voran"

"Was man sieht, wenn man die Augen schließt" heißt eine Serie von Aquarellen von Martin Dessecker. Dieses Paradoxon gilt auch für die leuchtenden Kugeln, die, befestigt an einem Metallgestell und dünnen Drähten, in der Dunkelheit frei zu schweben scheinen.

Stand: 11.10.2017

Die Wirklichkeit findet nicht nur draußen statt, sondern auch drinnen. Das führt Martin Dessecker vor Augen, von drastisch bis sanft. Es sind die Grenzbereiche, die Übergänge, die Schnittstellen, die Martin Dessecker interessieren: Übergänge von einem Zustand in einen anderen, noch nicht draußen, aber auch nicht mehr ganz drinnen - oder umgekehrt - Fragmente von comicartigen Bildern, die aus der Wand herauswachsen.

Martin Dessecker wurde 1958 in München geboren. Nach dem Grafik- und Design-Studium folgte die Beschäftigung mit Fotografie und Malerei in Paris und München. Martin Dessecker lebt und arbeitet in München und Sorbolongo, Italien. Martin Dessecker stellt eine Skulptur mit vorgefertigten Elementen her. Diese werden auf eine montiert. Der Künstler experimentiert in unserem Film erstmals mit der Möglichkeit, zwei Kunstwerke auf eine Fläche zu bringen, nämlich je eines auf die Vorder- und auf die Rückseite. Das Objekt soll in einem Schaufenster hängen und sowohl von innen als auch von außen betrachtet werden können. Zudem soll der Eindruck bei Tageslicht ein völlig anderer sein als bei Nacht. Wir beobachten Martin Dessecker bei seinen Experimenten und verfolgen das Entstehen des Werkes bis zum Ende.


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