ARD-alpha - Kunstraum


3

Kunstraum Christoph Rütimann: Die Tontalbrücke

Ein Eisenbahnviadukt aus dem 19. Jahrhundert ist die imposante Kulisse für eine Klang-Skulptur von Christoph Rütimann, bei der eine Bahnlinie als riesiges Saiteninstrument zweckentfremdet wird.

Stand: 21.08.2017

Tontalbrücke von Christoph Rütimann | Bild: BR, B.O.A

In einem Viaduktbogen werden drei Kaskaden von Stahlrohren aufgehängt, die zum Klingen gebracht werden. Diese Installation mit dem Titel "Die Tontalbrücke" ist eine Arbeit, die anlässlich der "Klang-Skulptur-Tage" am 22. und 23. August 2009 in Rümlingen, Schweiz entstand.

Christoph Rütimann zählt nicht erst seit seiner spektakulären Installation auf der Biennale von Venedig 1993 zu den herausragenden Kunstschaffenden seiner Generation in der Schweiz. Obwohl sich sein Werk durch eine Vielzahl künstlerischer Umsetzungsstrategien und Medien auszeichnet, lassen sich durchgehende Konstanten ausmachen, bei denen immer ein Bezug zu naturwissenschaftlichen Fragen spürbar bleibt, denen sich Rütimann in spielerischer Weise nähert und die vermeintliche Rationalität wissenschaftlicher Diskurse um die Dimension des Unwägbaren erweitert.

"Ich bin kein Instrumentalist, obwohl ich andererseits doch ein
Instrumentalist bin, und zwar in dem Sinn, dass ich Instrumente suche."

Christoph Rütimann

Christoph Rütimann wurde 1955 in Zürich geboren und lebt und arbeitet in Müllheim (Thurgau, Schweiz).


3