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Weintechnologe/-in Das Beste aus den Trauben holen

Im Herbst herrscht reges Treiben in den Weinbergen: die Trauben werden geerntet und in den Weinkeller geliefert. Weintechnologen nehmen sie entgegen, pressen Saft und verarbeiten daraus Wein.

Stand: 06.05.2014

Sandro hatte vor einem Jahr noch keine Ahnung von Wein. Das änderte sich mit dem Praktikum in einem Weinbaubetrieb. Mit einem Aufzug geht es acht Meter tief unter die Erde. In großen Kellern stehen riesige Stahltanks und große Holzfässer. In ihnen reift der Wein.

"Man sieht halt der Wein, mit dem kann man extrem viel machen. Es ist wie Knetmasse, die kann man kneten und in alle möglichen Formen und Richtungen biegen, das kann man beim Wein halt auch. Und das ist das Schöne an dem Produkt, weil man es wirklich schön bearbeiten kann. Und was man sich vorstellt auch schön umsetzen kann."

Sandro Mandrys, (17), 1. Lehrjahr

Überwachen der Gärprozesse

Weintechnologen überwachen die Gärprozesse. Dazu nehmen sie Proben und werten diese im Labor aus. Gute Noten in Chemie und Mathe erleichtern den Einstieg. Auch Hauptschüler haben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Schatzkammer voller Wein

Bis der Wein fertig ist dauert es mehrere Monate. Manche Tropfen reifen mehrere Jahre im Weinkeller. Es gibt sogar eine Schatzkammer für besondere Jahrgänge. Weintechnologen füllen den Wein in Flaschen ab.

"Also wenn dann der Zeitpunkt gekommen ist und man dann die Flaschen abfüllt, das ist so ein Moment, da sieht man was man das ganze Jahr über gearbeitet hat. Und wenn dann noch ein guter Wein rausgekommen ist, freut man sich einfach."

Michelle Fries, (18), 1. Lehrjahr

Überdurchschnittlicher Verdienst

Im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen im Dualen System verdienen Weintechnologen überdurchschnittlich. Ihr Verdienst hängt aber stark vom Aufgabengebiet und der Erfahrung ab. Deshalb lohnt es sich, nach der Ausbildung verschiedene Weinbaubetriebe anzuschauen.

"Mein Plan ist nach der Ausbildung ein Jahr ins Ausland zu gehen, ein halbes Jahr nach Kalifornien und ein halbes Jahr nach Neuseeland und danach noch Meister, bzw. Technikerschule in Veitshöchheim zu machen."

Tobias Nagel (24), 1. Lehrjahr

Wie Köche oder Künstler können sich Weintechnologen mit guten Tropfen einen Namen machen. Gelingen ihnen besondere Weine, können sie diese weltweit vermarkten.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung:

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Weintechnologe/-in
  • Ausbildungsdauer: Die Ausbildung dauert drei Jahre.
  • Ausbildungsform: Berufsschule und Betrieb
  • Ausbildungsorte: Große Weingüter und Winzergenossenschaften
  • Zugang: Es ist generell kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Hauptschüler haben gute Chancen in diesem Beruf.
  • Eignung: Gute Noten in Mathematik und Chemie sind von Vorteil.
  • Perspektiven: Im In- und Ausland wird Wein produziert. Weintechnologen begleiten die Gärprozesse und versuchen das Beste aus den Trauben herauszuholen. Als Kellermeister können sie Karriere machen und sich ähnlich wie herausragende Köche oder Künstler einen Namen machen.
  • Alternativen: Winzer

Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Genauigkeit

Wein ist ein Lebensmittel. Im Labor müssen Weintechnologen exakt arbeiten. Sauberkeit ist im Weinkeller sehr wichtig.

Kraft

Zwar erleichtern viele Hilfsmittel die Arbeit im Weinkeller. Doch Wein-technologen müssen zupacken können und sollten sportlich sein.

Geld

Im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen im Dualen System verdienen Weintechnologen überdurchschnittlich. Ihr Verdienst hängt aber stark vom Aufgabengebiet und der Erfahrung ab. Wie Köche oder Künstler können sich Weintechnologen mit guten Tropfen einen Namen machen.


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