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Veterinärmedizinisch-technischer Assistent Den Keimen auf der Spur

Die Laborarbeit zeigt Welten, die für die meisten unsichtbar sind. Mit dem Mikroskop gehen veterinärmedizinisch-technische Assistenten der Biologie auf den Grund. Sie untersuchen Blut und Gewebe von Tieren. Sie kontrollieren Lebensmittel, die von Tieren stammen.

Stand: 26.01.2015

Ein Löffel Hackfleisch genügt Daniela. Sie muss diese Probe fachgerecht aufbereiten. Mit Kochsalzlösung und einem Nährmedium. Sie will die Anzahl der Keime im Hackfleisch bestimmen. Dabei muss sie auf die exakten Mengen achten, sonst erhält sie keine exakten Ergebnisse.

"Es muss auch immer sauber gearbeitet werden, es muss alles wirklich steril sein. Je weniger Kontakt, desto besser."

Daniela Reif (29) 1. Ausbildungsjahr

Nach vielen Stunden im Brutschrank kann man das Wachstum der Keime bereits mit bloßem Auge sehen. Unter Lupe wird dann gezählt. Mit dem Hackfleisch ist alles in Ordnung.

Vogelgrippe, Rinderwahnsinn oder Schweinepest

Hanna hat die Organe eines Kalbes vor sich. Herz, Leber, Milz und Niere - sie soll nach Bakterien suchen. Bei Tierseuchen wie Vogelgrippe, Rinderwahnsinn oder Schweinepest ist die Arbeit der veterinärmedizinisch-technischen Assistenten entscheidend für gezielte Maßnahmen. Das ist aber auch eine große Verantwortung.

"….nehme ich mal die Schweinepest, wenn wir da aufgrund eines Fehlers ein falsches Positiv-Ergebnis haben, dann wird der ganze Tierbestand gekeult, die werden alle getötet. Solche Dinge muss man einfach im Hinterkopf haben."

Regina Akwukwatu, MTA-V

Arbeitsplatz Labor

Ein MTA-V (veterinärmedizinisch-technischer Assistent) arbeitet hauptsächlich im Labor. Die Ausbildung wird ausschließlich an Berufsfachschulen angeboten, an staatlichen und privaten. Geld gibt es während der drei Jahre nicht. Es können Schulgeld und Prüfungsgebühren anfallen. Die Ausbildung vermittelt grundlegende Labormethoden. Damit kann ein MTA-V zum Beispiel auch im humanmedizinischen Bereich arbeiten. Absolventen dieses Berufes sind gesucht, bei entsprechenden Sprachkenntnissen können sich weltweit bewerben.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Veterinärmedizinisch-technische/ -r Assistent/ -in
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Ausbildung an Berufsfachschulen
  • Zugang: in der Regel mindestens mittlerer Bildungsabschluss, möglicherweise auch mit Ausbildung und entsprechender Berufserfahrung
  • Prüfungen: Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil. Die Fächer: u.a. Statistik, Chemie, Biochemie, Anatomie, Physiologie
  • Eignung: Interesse an Naturwissenschaften, Kenntnisse in Mathematik, Neugierde, Ausdauer, Genauigkeit, Forschergeist.
  • Perspektiven: Die Berufsaussichten sind sehr gut. Je mehr Grenzwerte für Tierbestände und tierische Lebensmittel erhoben und kontrolliert werden müssen, desto mehr Laborfachkräfte werden weltweit gebraucht. Durch das Erlernen grundlegender Labormethoden kann ein MTA-V auch im Bereich der Humanmedizin arbeiten. Auch da ist die Nachfrage nach guten Kräften groß.
  • Bezahlung: Die Bundesagentur für Arbeit nennt für ausgelernte Kräfte im öffentlichen Dienst eine beispielhafte  Bruttogrundvergütung von monatlich zwischen rund 2.600 bis 2.900 Euro.

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Ausbildung

Die Ausbildung zum veterinärmedizinisch-technischen Assistenten (MTA-V) wird an Berufsfachschulen angeboten, je nach Bundesland sind sie staatlich oder privat. Während der drei Jahre wird kein Entgelt bezahlt. Es können Schulgeld oder Gebühren erhoben werden.

Arbeitsplatz

MTA-Vs arbeiten vor allem im Labor. Sie untersuchen Gewebe von Tieren und Stichproben von tierischen Lebensmitteln. Sie präparieren Proben und legen Kulturen an. So überprüfen sie Art und Anzahl von Viren, Keimen und Bakterien.

Genauigkeit

Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie, Physik und Chemie ist eine gute Voraussetzung für diesen Beruf. Bei der Arbeit sollte man sehr sorgfältig und genau sein. Oft hantieren MTA-Vs auch mit sehr kleinen Mengen und winzigen Proben. Fingerfertigkeit und Geduld sind also auch wichtig.


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