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Lacklaborant/-in Hier kommt Farbe ins Leben

Lacklaboranten sind die Köche der Chemie. Sie entwickeln Rezepturen für Farben und Lacke, prüfen deren Eigenschaften, nehmen Proben und dokumentieren ihre Arbeit. Der Beruf Lacklaborant ist eine Mischung aus Chemie-, Biologie- und Physiklaborant.

Stand: 15.01.2014

Ann-Katrin Rothenburg, Ausbilderin bei der Firma Eckart in Hartenstein und die drei Azubis Jens, Stefanie und Thiemo wollen heute gemeinsam die Lackierung eines Rasierapparates testen. Als erstes stellen sie sich die Frage, welchen Einflüssen der Rasierer ausgesetzt sein kann. Cremereste an den Händen im Badezimmer, vielleicht auch Chemikalien, etwa Reinigungsmittel. Die Ausbilderin bringt verschiedene Chemikalien auf die Lackoberfläche auf und lässt sie unterschiedlich lange einwirken. Es stellt sich heraus, dass bestimmte Putzmittel die Oberfläche beeinträchtigen. Da muss also an der Mischung noch einmal gearbeitet werden.

Verdienst über Durchschnitt

Cremetest

Ganz akkurat bereitet Thiemo den Cremetest vor. Er streicht verschiedene Sonnen- und Handcremes auf ein Lackplättchen und deckt es mit Glashäubchen ab. Dann kommt die Probe in den Ofen. Lacklaborant ist ein verantwortungsvoller Beruf, dafür kann man in der chemischen Industrie auch überdurchschnittlich verdienen. Stefanie setzt einen Lack in einem Trendfarbton an. Im Labor arbeiten sie meist mit kleinen Mengen, etwa einem Liter. Später in der Produktion werden Farben und Lacke eimerweise abgefüllt. Da ist wichtig, dass alles passt.

Jens will prüfen, wie dick der Lack auf einer Autofelge aufgetragen ist. Dazu benutzt er ein Schichtdickenmessgerät, das induktiven Strom durch den Lack schickt. Damit kann er ohne die Oberfläche zu verletzen die Stärke der Lackschicht messen. Eckart stellt zwar nur die Metallpigmente für Lacke her, ist also ein Lieferant für Lackproduzenten. Getestet wird aber trotzdem das Endprodukt.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Lacklaborant/-in
  • Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre
  • Ausbildungsform: duale Ausbildung in Industriebetrieben und in der Berufsschule, meist in Blockform
  • Prüfung: Praktisch, schriftlich und mündlich
  • Ausbildungsorte: Labore der Lackindustrie und Berufsschule
  • Zugang: Für die Ausbildung ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben, die meisten bringen aber den mittleren Bildungsabschluss oder Abitur mit.
  • Eignung:  Lacklaboranten sollten sich in naturwissenschaftlichen Fächern wohl fühlen. Chemie, Physik und Mathematik sind wichtig. Sie brauchen ein gutes Auge für Farben und Kreativität.
  • Perspektiven: Lacklaboranten können eine Weiterbildung zum Techniker absolvieren. Weil viele Azubis Abitur mitbringen, stehen auch verschiedene Studiengänge offen.
  • Alternativen: Chemie-, Physik- oder Biologielaborant

Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Genauigkeit

Lacklaboranten müssen sauber und exakt arbeiten, schon geringste Verunreinigungen und kleine Ungenauigkeiten verändern das Endergebnis erheblich.

Geld

Lacklaborant ist ein verantwortungsvoller Beruf, dafür kann man in der chemischen Industrie auch überdurchschnittlich verdienen.

Gefahr

Lacklaboranten haben mit Gefahrstoffen zu tun. Lösemittel sind hochbrennbar und riechen. Lack kann spritzen, deshalb müssen Lacklaboranten Schutzausrüstung, wie Brillen und Handschuhe tragen.


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