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Zahnmedizinischer Fachangestellter Auf den Zahn gefühlt

Zahnarzthelferinnen assistieren bei der Behandlung von Patienten und sorgen dafür, dass alle Instrumente für den Zahnarzt bereit liegen. Ganz wichtig: Zahnarzthelferinnen kümmern sich um die Patienten, sprechen mit ihnen und erklären die einzelnen Behandlungsschritte.

Stand: 19.10.2016

Die Patientin fühlt sich schlecht, die ganze Nacht lag sie wegen Zahnschmerzen wach. Jetzt sitzt sie in der Zahnarztpraxis und hofft auf Erleichterung. Viele Patienten haben Angst vor dem Arzt und da müssen die zahnmedizinischen Fachangestellten helfen. Freundlich mit den Menschen reden, sie beruhigen und aufklären über das, was während der Behandlung passiert - das ist eine von vielen Aufgaben einer Zahnarzthelferin.

Teamarbeit bei der Behandlung

Alina hat vor drei Jahren ihre Ausbildung beendet und sammelt seitdem Erfahrungen im Praxis-Alltag. Sie spricht mit den Patienten, beruhigt sie und versucht ihnen die Angst vor der Spritze zu nehmen. Außerdem bereitet die 23-jährige Zahnarzthelferin alles für die Behandlung vor, die Instrumente legt sie ordentlich der Reihe nach auf, so dass ihre Chefin gleich loslegen kann. Chaos darf es hier nicht geben. Während die Ärztin bohrt muss Alina genau wissen, was als nächstes gebraucht wird. Sie denkt immer mit, ist voll konzentriert - und das kann manchmal ganz schön anstrengend sein.

"Ich lege die Instrumente in die Instrumentenlösung zum Desinfizieren, die bleiben dort mindestens eine Stunde in der Lösung, das gleiche mit den Bohrern und den Polierbürstchen."

Zahnarzthelferin Alina

20 bis 30 Mal am Tag, je nachdem wie viele Patienten behandelt wurden, muss Alina den Zahnarztstuhl, Instrumente und Flächen desinfizieren. Hygiene ist oberstes Gebot in einer Zahnarztpraxis. Wenn alles wieder sauber ist, bereitet sie die nächste Behandlung vor.

Technisches Verständnis ist gefragt

Bei der nächsten Patientin muss Alina einen Gebissabdruck anfertigen. Dazu misst sie die Pulver- und Wassermenge genau ab, dann kommt das Ganze in die Maschine zum mischen. Die Geräte kann sie natürlich auch bedienen ohne dauernd in der Gebrauchsanweisung nachschlagen zu müssen. Das gilt auch fürs Röntgen. Und vor allem heißt es hier: Aufpassen, denn die Strahlen sind krebserregend, deshalb schützt Alina den Patienten durch eine Bleischürze. Für Alina ist der Beruf ein Glücksgriff. Ihr macht es einfach Spaß mit Patienten Kontakt zu haben und selbständig zu arbeiten.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Zahnmedizinische Fachangestellte
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung in Praxis und Berufschule
  • Prüfung: Zahnärztekammer
  • Ausbildungsorte: Zahnarztpraxen, aber auch Kieferorthopäden bilden zahnmedizinische Fachangestellte aus
  • Zugang: Keine formale Zugangsvoraussetzung, aber oft wird mindestens die mittlere Reife verlangt. Genaueres zu der Situation in Eurer Region findet Ihr immer aktuell auf den Regionalseiten der Arbeitsagentur
  • Eignung: Teamfähigkeit, sorgfältiges exaktes Arbeiten, Geschicklichkeit, freundlich mit Patienten umgehen, Kommunikationsfähigkeit, flexibel und flink sein
  • Perspektiven: Zahnmedizinische Fachangestellte, Dental Hygienikerin
  • Alternativen: Wer nicht mehr in der Praxis arbeiten will, kann sich weiterqualifizieren und in der Verwaltung arbeiten (Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin)
  • Info: Die Ausbildung dauert 3 Jahre, einen Teil verbringt die Auszubildende in der Praxis beim Zahnarzt, den anderen in der Berufschule. Dort werden Schulfächer wie Deutsch, Sozialkunde, Grundlagen in Mathe und Chemie vermittelt. Medizinischen Unterricht besuchen die Azubis auch: zum Beispiel Hygiene und Anatomie.

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Verdienstmöglichkeiten

Wer sich fortbildet, kann auch sein Gehalt steigern, denn während der Ausbildung verdient man oft weniger als Azubis anderer Berufe.

Teamarbeit

Teamarbeit ist gefragt. Angst vor Menschen kann sich die Zahnarzthelferin  nicht leisten, oft kommt sie bei der Arbeit der Chefin und dem Patienten ganz nah.

Geschicklichkeit

Geschicklichkeit ist gefragt: Zahnarzthelferin arbeiten auf engem Raum  sorgfältig und sicher. Zwei linke Hände kann sich hier niemand erlauben. Exaktes und schnelles Arbeiten während der Behandlung gehören zum Job. Genau wie Fingerspitzengefühl.

Gefahrenpotenzial

Zahnarzthelferinnen kommen immer wieder mal mit Blut in Kontakt. Also aufpassen, denn der Patient könnte ja eine ansteckende Krankheit haben, von der man nichts weißt. Handschuhe sind Pflicht!


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