ARD-alpha - Ich mach's!


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Kaufmann/-frau - Versicherungen und Finanzen Sicherheit im Gepäck

Heutzutage gibt es kaum einen, der seine erwirtschafteten Werte und Risiken nicht absichern würde. Da schlägt die Stunde des Versicherungskaufmanns. Seine Aufgabe ist es, für jeden einzelnen Fall seine Produkte genau anzupassen.

Stand: 29.03.2012

Andreas Balthasar hat es mit seinen erst 19 Jahren schon geschafft: nach der mittleren Reife mit sechzehn, absolvierte er eine dreijährige Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Die hat er nun abgeschlossen und jetzt arbeitet er als selbstständiger Juniorpartner in einer Versicherungsagentur. Ein guter Einstieg ins Geschäftsleben: zum einen kann er auf den Kundenbestand der Agentur zurückgreifen, aber auch vollständig neue Kunden gewinnen.

Ständig auf Achse

Im Auto unterwegs

Andreas Balthasars Vorteil: sein junges Alter - viele Freunde und Bekannte stehen jetzt ganz am Anfang ihres eigenständigen Lebens und wollen ihre Risiken erstmals absichern. Sein Geschäft blüht. Andreas Balthasar ist kontaktfreudig und redegewandt. In Kundengesprächen sind viele Erklärungen nötig, denn nicht jedem sind Begriffe wie Haftpflicht, Voll- und Teilkasko gleich geläufig. Um mit den Kunden ins Gespräch zu kommen muss ein Versicherungskaufmann viel unterwegs sein. Andreas Balthasar legt mit seinem neuen Geschäftswagen im Monat 1000 bis 2000 Kilometer zurück. Während der Fahrt geht er noch einmal die anstehenden Themen durch. Er freut sich über die vielen Kontakte und kann sich auf die unterschiedlichsten Kunden gut einstellen.

Schadensregulierung vor Ort

Schadensaufnahme mit der Kamera

Manchmal geht es nicht nur um einen Vertragsabschluß. Dann fährt er zum Beispiel in eine Werkstatt und hilft einem Kunden nach einem Unfall. Vom Werksstatt-Meister lässt er sich den Schaden erklären, macht Fotos und schickt die Unterlagen an den Innendienst der zuständigen Versicherungsgesellschaft. Dort arbeiten auch Versicherungskaufleute, die den Schaden dann regulieren. Auch dort muss sehr sorgfältig gearbeitet werden, denn fehlerhafte Angaben und falsche Berechnungen können das Unternehmen teuer zu stehen kommen.

Langer Arbeitstag

Berufsverkehr

Wenn andere schon in den Feierabend gehen, ist Andreas Balthasar noch unterwegs. An Ende eines langen Arbeitstages muss sich Andreas noch einmal richtig konzentrieren. Zwei Kunden wollen sich über Betriebshaftpflicht und Berufsunfähigkeit informieren und sich dazu Versicherungen auf ihre Bedürfnisse Maß schneidern lassen. Neben der Arbeit macht Andreas Balthasar gerade seinen Fachwirt, später will er vielleicht noch studieren. Er ist auf dem besten Wege, als reger Versicherungskaufmann Karriere zu machen.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Kaufmann/-frau - Versicherungen und Finanzen
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Dual in Berufsschule und Betrieb.
  • Prüfung: Industrie- und Handelskammer,
  • Zugang: Nach dem Berufsbildungsgesetz ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, Betriebe verlangen aber oft Mittlere Reife.
  • Eignung: Sich klar und gewandt ausdrücken, sicheres und gepflegtes Auftreten, Kontaktfreude, ein gutes Gefühl für Zahlen, Belastbarkeit und Flexibilität.
  • Ausbildungsorte: Versicherungsgesellschaften, im Büro oder als Außendienstmitarbeiter, Agenturen, Berufsschule.
  • Perspektiven: Hauptsächlich arbeiten Versicherungskaufleute bei Versicherungsgesellschaften und Kreditinstituten, als Vermittler bzw. Berater für größere Wirtschaftsunternehmen. Viele wagen den Schritt in die Selbstständigkeit und gründen eine eigene Agentur. Gebiete: zum Beispiel: Haftpflichtspezialist, Krankenversicherungsfachmann oder Schadensregulierer.
  • Alternativen/Spezialisierung: Jobalternativen bestehen im Bereich Handel, Industrie oder in der kaufmännischen Verwaltung.

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Mathematik

Der angehende Versicherungskaufmann sollte schon in der Schule gut im Rechnen sein. Denn schon in der Ausbildung und auch später im Beruf muss er Leistungsangebote auch direkt vor dem Kunden berechnen können.

Arbeitszeit

Dienstreisen stehen oft auf dem Terminkalender. Denn Vertragsabschlüsse macht der Versicherungskaufmann dann, wenn der Kunde Zeit hat. Und das ist oft am Feierabend oder am Wochenende. Und da trifft man sich gerne auch beim Kunden zuhause.

Kleidung

Die Geschäftsleitung großer Versicherungsunternehmen erwartet von ihren Mitarbeitern im Innendienst jeden Tag seriöse Kleidung. Außerdienstmitarbeiter stellen sich auch mit ihrer Kleiderwahl  auf ihre jeweiligen Kunden ein.


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