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IT-Systemelektroniker/-in Arbeit mit System

IT-Systemelektroniker sind die Experten für alle Informations- und Telekommunikationssysteme: Ob Mobilfunk, Computernetzwerke oder Sicherheitstechnik - sie installieren Geräte, beheben Software-Fehler und beraten Kunden.

Stand: 05.10.2012

Sprosse für Sprosse klettert Joseph Keindl an einem Mobilfunkmast nach oben. Der Mast steht auf dem Dach eines Hochhauses. In einem kleinen Container am Fuß der Anlage installiert Christoph Huber in der Zwischenzeit Messgeräte. Er macht eine dreijährige Ausbildung zum IT-Systemelektroniker. Gerade ist er im Mobilfunk-Außendienst eingesetzt. Mit seinem Kollegen kontrolliert er Mobilfunkantennen, bei denen es ein Problem gibt. Mal tauschen sie ein defektes Netzteil aus, mal spielen sie neue Software auf. An diesem Mast testen sie die Sendeleistung der Antennen. Kunden hatten über ein schlechtes Netz beim Telefonieren geklagt. Der Kollege oben prüft die Antennen, Christoph erkennt unten auf seinen Messgeräten: alles okay! Der Fehler muss bei einer anderen Anlage liegen.

Arbeitsalltag im Büro

Benjamin Bessleins Arbeitsplatz ist weniger spektakulär. Er sitzt den ganzen Tag im Büro und telefoniert. Benjamin arbeitet bei einem Service-Dienstleister. Seine Abteilung betreut die Geschäftskunden eines Internetanbieters. Benjamin hat sich nach der Ausbildung auf den Bereich Netzwerke spezialisiert. Übers Telefon hält er Kontakt zu den Technikern, die vor Ort Internetanschlüsse einrichten. Er wählt sich in das Netzwerk ein und schaltet es frei. Zwischendurch kommt ein Notruf. Eine Firma hat Probleme mit dem Internetzugang. Offenbar ist ein Gerät kaputt: der Router, das ist die Schnittstelle zwischen Internet und Firmennetzwerk. Benjamin baut ein neues Gerät zusammen und konfiguriert es mit der nötigen Software. Ein Kollege fährt zum Kunden, installiert es und Benjamin schaltet es von seinem Arbeitsplatz im Büro aus frei. Problem gelöst.

"Ich bin auch privat ein Tüftler. Meinen ersten PC habe ich aufgerüstet, den nächsten habe ich mir komplett zusammengestellt. Mittlerweile habe ich mir zuhause einen eigenen Server mit mehreren Festplatten aufgebaut."

Benjamin Besslein, IT-Systemelektroniker

Kampf den Einbrechern

Alessandro ist den ganzen Tag unterwegs. Er ist IT-Systemelektroniker - installiert Überwachungskameras, Einbruchmeldesysteme und Rauchmelder. Heute soll er an einem Bürogebäude eine Kamera installieren, die den Eingangsbereich überwacht. Er bringt das Gehäuse an, baut die Kamera ein und verkabelt sie. Im Technikraum der Firma bindet er sie ins Sicherheitsnetzwerk ein. Wie viele andere IT-Systemelektroniker hat auch Alessandro Zugang zu sensiblen Daten. Er hat deshalb eine offizielle Sicherheitsüberprüfung durchlaufen. Ist die Kamera installiert, erklärt Alessandro seinem Auftraggeber, wie sie genau funktioniert.

"In meinem Beruf gibt es keine Routine. Mal arbeite ich für mehrere Wochen an einem großen Projekt bei einem Kunden. Dann habe ich mal wieder viele kleine Aufträge an einem Tag."

Alessandro, IT-Systemelektroniker

Vielseitiger Beruf in boomender Branche

Nach der Ausbildung können sich IT-Systemelektroniker auf bestimmte Geräte oder Einsatzgebiete spezialisieren. Da sich die Technik ständig weiterentwickelt, müssen auch sie am Ball bleiben und sich regelmäßig weiterbilden. Die Informations- und Telekommunikationsbranche boomt - gute Bewerber werden immer gesucht.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung:

  • Offizielle Berufsbezeichnung: IT-Systemelektroniker/-in
  • Ausbildungsdauer: drei Jahre
  • Ausbildungsform: duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule
  • Prüfung: Industrie- und Handelskammer
  • Ausbildungsorte: Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der Informations- und Telekommunikationstechnik, Hersteller und Betreiber von Telekommunikationsanlagen und -netzen, Installationsbetriebe für Sicherheitstechnik, Computer-Einzelhandel
  • Zugang: Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben; die Betriebe stellen überwiegend Bewerber mit Mittlerer Reife und Abitur ein.
  • Eignung: IT-Systemelektroniker sollten gute Kenntnisse in Informatik mitbringen; technisches Verständnis und handwerkliches Geschick sind genauso gefragt wie die Fähigkeit zur Kommunikation mit Kunden und Kollegen; wichtig außerdem: gute Englischkenntnisse - die meisten Handbücher und Dokumentationen sind auf Englisch.
  • Perspektiven: Spezialisierung auf eine Gerätegruppe oder ein Einsatzgebiet, Weiterbildung zum Techniker in Elektrotechnik; Prüfung zum Industriemeister; Studium
  • Alternativen: Im Bereich Informationstechnik/Kommunikationstechnik: Informationselektroniker, Elektroniker für Geräte und Systeme, Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik; im Bereich Informatik: Systeminformatiker, Fachinformatiker, IT-Kaufmann, Assistent für Informatik; im Bereich Elektronik-Fertigung/Mechatronik/Prozessautomatisierung: Elektroniker für Automatisierungstechnik, Mechatroniker, Assistent für Automatisierungs- und Computertechnik, Systemelektroniker, Mikrotechnologe

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Kommunikation

IT-Systemelektroniker sind keineswegs tageslichtscheue Computerfreaks. Sie haben in fast allen Einsatzgebieten mit Kunden zu tun - sei es am Telefon, im Geschäft oder beim Außeneinsatz. Gesucht werden Leute mit Kommunikationstalent.

Mobilität

Viele IT-Systemelektroniker sind im Außeneinsatz unterwegs, sei es zur Installation von Sicherheitstechnik, zur Fehlerbehebung an Mobilfunkmasten oder zur Einrichtung von Internetanschlüssen beim Kunden. Mobilität und Flexibilität sind wichtig in diesem Beruf.

Geld

Die Informations- und Telekommunikationsbranche ist ein boomender Markt mit Zukunft. IT-Systemelektroniker werden deshalb auch gut bezahlt. Während der Ausbildung verdienen sie mehr als Azubis in vielen anderen Berufen.


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