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Schilder- und Lichtreklamehersteller/-in Lichtbänder, Leuchtkästen und Folien

Schilder- und Lichtreklamehersteller arbeiten mit den Materialien Plexiglas, Metall, Papier, Holz und Kunststofffolien. Sie entwerfen und fertigen Plakatwände und Litfasssäulen, bauen und installieren Lichtreklame aller Art.

Stand: 25.04.2016

Patrick Schikorr ist im zweiten Lehrjahr. Er macht seine Ausbildung bei einer Firma in Freystadt in der Oberpfalz. Die Montage und Reparatur von Leuchtkästen gehört schon zu seinem Alltag. Zusammen mit Monteur Thomas Sippel muss er heute in einem Elektronikfachmarkt die transparente Kunststoffschale einer Informationssäule austauschen und an anderer Stelle die Werbefolie eines Telekommunikationsanbieters.

Leuchtreklame per Computer

In der Firma dann gilt es, ein Logo für eine Bank an die Fassade des Gebäudes anzupassen. Dafür arbeitet Patrick mit einem Grafikprogramm am Computer. Den Großteil seiner Arbeitszeit verbringt er allerdings mit dem Folieren. Besonders bei großen Schildern werden die Folien zwar mit Hilfe von Maschinen, aber doch auch mit sehr viel Handarbeit angefertigt. Wenn solche Schilder transparent gestaltet sind, kommen sie auf Leuchtkästen.

Abwechslungsreiche Arbeit

Reklame für ein Taxi

Conny Faulk ist seit einem guten halben Jahr Gesellin. Sie arbeitet in einem kleinen Familienbetrieb in Nürnberg. Hier malt und foliert sie Werbeschilder oder beklebt Taxis mit Werbebannern. Dabei ist jede Aufgabe eine neue Herausforderung, denn kein Auftrag gleicht exakt einem anderen. Natürlich sitzt auch sie gelegentlich am Computer, um Neuentwürfe zu kreieren oder an Gegebenheiten anzupassen. Die Arbeit am PC war allerdings nicht der ausschlaggebende Grund für ihre Berufswahl.

Ein Beruf mit Zukunft

Plakatwerbung für eine Gärtnerei

Zusammen mit ihrem Chef Dieter Hanisch laminiert Conny eine Folie für ein kleines Plakat. Eine Maschine walzt nach von Conny eingegebenen Daten eine selbstklebende Schutzschicht aufs Bild - reiß- und wasserfest. Dieter Hanisch ist seit mehr als einem Vierteljahrhundert in seinem Beruf tätig, für den er eine gute Zukunft sieht.

"Es gibt unendlich viele Plakate in Centern, in Warenhäusern, in großen und kleinen Firmen, die immer Werbung machen müssen - nicht nur mit dem geschriebenen Wort, sondern vor allem mit dem Bild. Und deshalb werden wir da immer Arbeit haben."

Dieter Hanisch, Meister

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Schilder- und Lichtreklamehersteller/-in
  • Ausbildungsdauer: Drei Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule
  • Prüfung: Die Prüfung wird an der Industrie- und Handelskammer abgelegt.
  • Ausbildungsorte: Handwerksbetriebe
  • Zugang: Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Ein guter Hauptschulabschluss wird allerdings mindestens vorausgesetzt.
  • Eignung: Bewerber müssen handwerkliches Geschick und ästhetisches Empfinden mitbringen. Sie sollten kommunikationsfähig sein im Team und im Umgang mit Kunden.
  • Perspektiven: Nach der Ausbildung kann sich der Schilder- und Lichtreklamehersteller weiterbilden zum Meister. Mit der dementsprechenden Vorbildung ist auch ein Studium in Industriedesign ist möglich.
  • Ausbildungsalternativen: Maler und Lackierer/-in, Siebdrucker/-in, Gestalter/-in für visuelles Marketing


Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Geld

Die Ausbildungsvergütung liegt im Durchschnitt handwerklicher Berufe. Auch die späteren Verdienstmöglichkeiten sind durchschnittlich.

Info

Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis sollte man mitbringen und Sinn für Formen und Ästhetik. Außerdem sollte man sich sprachlich gut ausdrücken können, denn bei der Kundenberatung zählen gut vorgebrachte Argumente. Außerdem sollte man teamfähig sein.


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