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Rollladen- und Sonnenschutz-Mechatroniker/-in Schatten spenden und verdunkeln

Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker stellen Rollladen- und Sonnenschutzsysteme her. Diese montieren sie bei den Kunden, bauen Antriebe ein und installieren Steuerungsanlagen.

Stand: 25.07.2016

Tobias Seidel ist am Ende des ersten Lehrjahres. Er macht seine Ausbildung bei einer Firma in der Oberpfalz. Die Montage einer Markise gehört schon zu seinem Alltag. Zusammen mit zwei Monteuren bringt er heute eine Markise unterm Dachstuhl eines Einfamilienhauses an. Sie soll die Terrasse beschatten. Zu solchen Montagen ist er immer wieder unterwegs an verschiedene Orte und trifft ganz verschiedene Kunden.

"Ich hab' mich hauptsächlich für den Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker entschieden, weil es ein sehr vielfältiger Beruf ist. Man hat viel mit Leuten zu tun, und das macht einfach ziemlich viel Spaß."

Tobias (17)

Elektrische und elektronische Rollladen

Herstellung eine Rollladens

Die Firma beschäftigt 90 Mitarbeiter, ist also ein großer Betrieb, der auch produziert. So steht Tobias in der Ausbildung auch in den Werkshallen zum Beispiel an der Sägemaschine, die die Lamellen für die Rollläden auf die richtige Länge schneidet. Dafür muss sie programmiert werden. Mathematische Grundkenntnisse sind Voraussetzung in diesem Job. Gleich am nächsten Platz baut er die Aufrollwelle eines Rollladens in den Rollladenkasten ein. Der Betrieb ist elektrisch. Tobias schließt alles an und überprüft die Funktionen. Als Mechatroniker muss er handwerklich geschickt sein und sich in Elektrik und Elektronik auskennen. Und er lernt auch das Beratungs- und Kundengespräch kennen, wenn sein Chef Georg Braun in der Ausstellung Kunden betreut.

"Der Beruf hat eine sehr große Zukunft, denn Energie wird in den nächsten Jahren sehr teuer werden. Jede Hitze, die wir durch Rollläden und durch Sonnenschutz vom Haus abhalten können, muss im Haus später nicht teuer wieder gekühlt werden."

Georg Braun (Firmeninhaber)

Montieren, warten und reparieren

Montage eines Rollladens

Waldemar Rott ist 21 und seit anderthalb Jahren Geselle bei einer Frima in Nürnberg, einem kleinen Betrieb, der nicht selber produziert, sondern nur montiert, wartet und repariert. Deshalb ist Waldemar den ganzen Tag unterwegs - immer bei Kunden. Seine Arbeitszeiten sind sehr unregelmäßig und oft auch lang, denn es müssen immer erst alle Aufträge erledigt sein, bevor er Feierabend hat. Vor Ort, beim Einbau der Markise oder dem Anschluss des Rollladens muss er handwerklich oft improvisieren, weil nichts so einfach ist wie es auf den ersten Blick scheint. Das macht seinen Job interessant und abwechslungsreich.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/-in
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule
  • Prüfung: Handwerkskammer
  • Ausbildungsorte: Betrieb und Berufsschule
  • Zugang: Keine formale Zugangsvoraussetzung. Ein Hauptschulabschluss wird aber vorausgesetzt.
  • Eignung: Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit.
  • Weiterbildung: Man kann seinen Meister machen. Dann ist eine Selbstständigkeit möglich. Mit der entsprechenden schulischen Voraussetzung ist ein Studium denkbar, z.B. im Bereich der Metall-, Holz- oder Kunststofftechnik.

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Verdienstmöglichkeiten

Die Ausbildungsvergütung liegt im Durchschnitt handwerklicher Berufe. Auch die späteren Verdienstmöglichkeiten sind durchschnittlich.

Voraussetzungen

Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen sind gute Voraussetzungen für den Beruf. Außerdem sollte man sich sprachlich gut ausdrücken können, denn bei der Kundenberatung zählen gut vorgebrachte Argumente. Und man sollte teamfähig sein.


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