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Mediengestalter/-in Bild und Ton Mischpulte, Kameras und Schnittcomputer

Ohne Teamarbeit läuft in der Medienbranche gar nichts. Beispiel Fernsehen: Kameraleute, Toningenieure, Journalisten, alle arbeiten Hand in Hand. Teamfähigkeit müssen deshalb auch alle mitbringen, die sich für eine Ausbildung zum Mediengestalter - Bild und Ton entscheiden.

Stand: 17.02.2015

Mediengestalter "Bild und Ton" arbeiten nicht nur beim Fernsehen. Sie können beispielsweise auch beim Hörfunk, in Film- und Tonstudios oder in Werbeagenturen einen Job finden. Je nach Arbeitgeber reicht das Aufgabengebiet von der reinen Planung bis hin zur vollständigen Herstellung und Bearbeitung von Bild- und Tonaufnahmen. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Zu kurz um das ganze mögliche Spektrum perfekt zu erlernen. Mediengestalter und Mediengestalterinnen Bild und Ton müssen Kreativität, Gespür für Ästhetik, technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen. Von Vorteil ist auch, wenn sie ein Musikalität und Taktgefühl besitzen.

Vielfältiger Beruf

Filmaufnahmen in der Kanalisation

Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Aber Bewerber mit Abitur oder Fachabitur haben die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Gerade weil der Beruf des Mediengestalters Bild und Ton so vielfältig ist, können die Ausbildungsbetriebe fast nie das gesamte Spektrum abdecken. In den Berufsschulen und in überbetrieblichen Einrichtungen bekommen die angehenden Mediengestalter zusätzliches Rüstzeug. Für alle bayerischen Lehrlinge ist beispielsweise die ARD.ZDF Medienakademie in Nürnberg zuständig.

Rasende Entwicklung

Videoschnitt

Neue Mischpulte. Neue Kameras. Neue Schnittcomputer - der Arbeitsalltag eines Mediengestalters ändert sich ständig. Erfolgreich bleibt nur, wer sich auch nach der Ausbildung ständig auf dem Laufenden hält, Schulungen besucht und sich mit neuen Technologien intensiv beschäftigt. Der Beruf ist sehr attraktiv. Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist entsprechend groß.

"Mediengestalter/-innen Bild und Ton müssen auf jeden Fall viel Neugier mitbringen. Das ist nie schlecht. Und wir legen auch Wert darauf, dass ein bisschen musische Erfahrung dabei ist, weil ja auch sehr, sehr viel mit Rhythmus zusammenhängt. Nicht zuletzt auch bei den Schnittgeschichten. Und generell: Interesse an dem Beruf, an Fernsehen, an Hörfunk. Und: Mediengestalter müssen sich darauf einstellen, man sich darauf einstellen kann, dass die Arbeitszeiten sehr ungewöhnlich sein können. Die Arbeit funktioniert nur im Team. Allein hat man einfach keine Chance, die ganze Technik zu bewerkstelligen. Und es sind doch manchmal doch sehr umfangreiche Aufgaben, wo man einfach mindestens ein oder zwei Leute sein muss. Und es ist auch immer eine zweite Meinung sehr wichtig bei der ganzen Geschichte."

Jochen Klemm, Ausbilder

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Mediengestalter/-in - Bild und Ton
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Mediengestalter/-in Bild und Ton ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird in der Medienbranche angeboten. Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.
  • Prüfung: Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres wird eine Zwischenprüfung durchgeführt. Sie besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Die Abschlussprüfung besteht aus praktischen und schriftlichen Prüfungsanteilen. Der praktische Teil besteht aus einer Arbeitsaufgabe, die einer Produktion entspricht, und bis zu drei Arbeitsproben. Die Arbeitsaufgabe soll in maximal 18 Stunden durchgeführt und dokumentiert sowie in einem höchstens 15-minütigen Fachgespräch erläutert werden. Nicht bestandene Prüfungen können nach dem Berufsbildungsgesetz zweimal wiederholt werden. Die Prüfung wird bei der Industrie- und Handelskammer abgelegt.
  • Ausbildungsorte: Meist absolvieren die Lehrlinge ihre Ausbildung in unterschiedlichen Betrieben der Medienbranche, z.B. bei Hörfunk und Fernsehen, in Betrieben der Bild- und Tontechnik oder in der Herstellung von Filmen und anderen Medienprodukten für Werbezwecke. Dort sind sie vor allem in Studio- und Produktionsräumen tätig. Der ergänzende Berufsschulunterricht findet zum Teil in Blockform statt. Manche Berufschulen beauftragen Dritte mit der Ausbildung. Alle bayerischen Lehrlinge besuchen beispielsweise Kurse an der ARD.ZDF Medienakademie in Nürnberg.
  • Zugang: Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben. Aber die Betriebe stellen überwiegend Bewerber mit Hochschulreife ein.
  • Eignung: Mediengestalter/-innen Bild und Ton benötigen ein Maß an ein Musikalität, Taktgefühl und Kreativität. Sie sollten zudem Sinn für Gestaltung und Ästhetik mitbringen sowie technisches Verständnis.
  • Perspektiven: Mediengestalter/-innen Bild und Ton treffen auf dem Arbeitsmarkt auf viel Konkurrenz. Als Allrounder können sie sich meist sehr flexibel auf unterschiedliche Probleme einstellen. Deshalb sind sie auch branchenübergreifend gefragt.
  • Alternativen: Film- und Videoeditor/- in, Fachkraft für Audiotechnik, Fotograf/ Fotografin, Mediengestalter/ -in Digital und Print, Mediendesigner/ -in

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Info

Mediengestalterinnen Bild und Ton müssen damit rechnen, dass sie häufig an Wochenenden und in der Nacht arbeiten müssen. Bei laufenden Produktionen sind außerdem Arbeitszeiten von zehn Stunden oder mehr keine Ausnahme.

Team

Ob beim Aufbau der Technik vor Ort, ob beim Film- oder Tonaufnahmen: die Arbeit funktioniert im Team immer besser. Einzelkämpfer fassen in der Medienbranche nicht Fuß.


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