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Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen Bürojob in der Wachstumsbranche

Krankenhäuser, Pflegeheime, Rettungsdienste und Krankenkassen brauchen Fachleute, die Abrechnungen machen, bei der Patientenverwaltung und im Service mitarbeiten.

Stand: 02.01.2017

Maximilian Hessel ist 22 Jahre alt und arbeitet im dritten Lehrjahr zum Kaufmann im Gesundheitswesen in einem Nürnberger Krankenhaus. In der Abteilung Finanzbuchhaltung kümmert er sich um die Überweisung von Rechnungen, die Lieferanten an die Klinik geschickt haben. Da muss er sich konzentrieren. Die Büroarbeit findet er prima, denn er hat gleitende Arbeitszeit und kann sich die Stunden selbst einteilen. Perfekt für ihn: Denn als ehrenamtlicher Fußballtrainer muss er zweimal die Woche pünktlich um 17 Uhr für seine Schützlinge am Sportplatz stehen.

Installation vor Ort

Michael Mikita erklärt den "Hausnotruf"

Ebenfalls im dritten Ausbildungsjahr lernt sein 24-jähriger Kollege Michael Mikita. Beim Rettungsdienst "Die Johanniter" überprüft er im Büro die Kilometerangaben der Fahrer, die Patienten zur Dialyse gebracht haben. Er berechnet die Kosten und kümmert sich um Zuzahlungen. Die Rechnungen schickt er an die Kostenträger. Zusätzlich berät er am Telefon interessierte Kunden in Sachen "Hausnotruf" und füllt bei Vertragsabschluss die entsprechenden Unterlagen aus. Ab und zu fährt er auch zu Patienten nach Hause, um den Hausnotruf zu installieren.

Beliebter Beruf

Patientenaufnahme in einem Krankenhaus

Mara Frauenschläger und Martina Harich lernen am Klinikum Ansbach. Die beiden angehenden Kauffrauen im Gesundheitswesen sind froh über ihren Job: In diesem Krankenhaus bewarben sich fünfmal so viele Azubis wie die Personalleitung annehmen konnte. Besonders gern arbeitet Mara Frauenschläger in der Patientenaufnahme. Sie muss Papiere fertigmachen, immer freundlich beraten. Ihre Kollegin Martina Harich rechnet gern, natürlich immer mit Hilfe des Taschenrechners. Sie hat diesen Beruf gewählt, weil er neu und modern ist - für sie ein sicherer Arbeitsplatz.

Die Ausbildung dauert drei Jahre - im Betrieb und in der Berufsschule. Die meisten Auszubildenden bringen die mittlere Reife mit. Nach Ausbildungsabschluss können sich Kaufleute im Gesundheitswesen weiterbilden zum/zur Fachwirt/-in und später auch zum Betriebswirt/-in. Auch ein Hochschulstudium ist möglich.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Kaufmann/Kauffrau im Gesundheitswesen
  • Ausbildungsdauer: Drei Jahre
  • Ausbildungsform: Dual (Betrieb und Berufsschule)
  • Prüfung: Industrie- und Handelskammer
  • Ausbildungsorte: Kliniken, Pflegeheime, Rettungsdienste, Krankenkassen
  • Zugang: kein bestimmter Schulabschluss gefordert
  • Eignung: mathematisches Verständnis, Umgang mit Menschen
  • Perspektiven: Weiterbildung an der Industrie- und Handelskammer

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Genauigkeit

Kaufleute im Gesundheitswesen müssen bei Zahlen genau hinschauen. Auf jedes Komma, auf jeden Cent-Betrag kommt es an, sonst stimmt die Abrechnung nicht. Genauso bei Arbeitszeugnissen: Die genaue Formulierung ist hier wichtig.

Mathematik

Kaufleute im Gesundheitswesen müssen viel rechnen. Es geht um Fallpauschalen, Zuzahlungen und Abschläge. Hier 19 Prozent Mehrwertsteuer ausrechnen und da zwei Prozent Skonto abziehen: Beim Addieren, Multiplizieren oder Prozentrechnen nutzen sie Taschenrechner.


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